Veranstaltungen
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Straßenfest in Seibelsdorf
Hallenfest Freiwillige Feuerwehr Unterrodach
Kirchweih Großvichtach
Kirchweih in Seibelsdorf
Kirchweih in Oberrodach
Deutscher Flößertag in Lechbruck
Dorffest Großvichtach
Sportfest FC Seibelsdorf 1921 e.V.
19.11.23
Volkstrauertag am Sonntag, den 19.11.2023
Friedhof Unterrodach

26. Juni 2023 
Das Unwetter sorgte für viele Einsätze der Feuerwehren in Marktrodach

Für Donnerstag, den 23.06.2023 wurde ein großes Unwetter mit Tornadogefahr angekündigt.  In den Nachrichten hörte man, dass an dem Tag das Zelt eines gastierenden Zirkus in Coburg abgebaut wurde. Die Wetterdienste warnten vor sehr großen Gewittern, orkanartigen Böen sowie Starkregen. „Das kommt nicht so schlimm…“, hörte man Gäste am Nachbartisch im Freibad diskutieren.

In Marktrodach, im Vergleich zu den umliegenden Nachbarkommunen, schien die Welt gegen 20.30 Uhr die Welt unterzugehen. Das heftige Unwetter fegte über Marktrodach und richtete erhebliche Schäden an. Eine Gewitterzelle bildete sich scheinbar zu einer Superzelle und sorgte für umstürzende Bäume und Schäden an Gebäuden, heftige Starkregen für überflutete Keller, Straßen und Hochwasser an kleineren Flüssen.

Die Feuerwehren im Gemeindegebiet hatten zahlreiche Einsätze, davon 12 Einsätze in Unter- und Oberrodach. Personenschäden wurden nicht verzeichnet. So wurden zwischen 20.30 Uhr und 1 Uhr die gemeldeten Einsätze der Rettungsleitstelle abgearbeitet.

Noch in der Nacht wurden vom gemeindlichen Bauamt die Schäden aufgenommen, Holzrücker und schweres Gerät organisiert, damit am nächsten Morgen die Aufräumarbeiten zügig begonnen werden konnten.

Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle allen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden der örtlichen Feuerwehren, die bis spät in der Nacht unter Starkregen Hauptverkehrswege von Bäumen oder Privatdächern von Bäumen befreite. Die Einsätze wurden professionell von den jeweiligen Kommandanten geleitet und die Mannschaften präsentierten sich effektiv und mit großem Können. Es wurde in dieser Nacht wieder erkennbar, wie wichtig dieses Ehrenamt ist. Wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die in Notsituationen helfen und unterstützen.

Jeder Einzelne von uns ist auf dieses Ehrenamt angewiesen.

„Liebe Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, dem THW, der Wasserwacht und dem Rettungsdienst, wir sind dankbar über Eure Einsatzbereitschaft. Ihr seid da, wenn man Euch braucht.“

Wir sollten stets den Wert dieser engagierten Helferinnen und Helfer schätzen und ihnen Anerkennung zollen.

Bilduntertitel:

Die 100 Jahr alte und ortsbildprägende Linde an der Rodach gegenüber der Sparkasse in Unterrodach fiel den orkanartigen Böen zum Opfer. Derzeit wird von der Unteren Naturschutzbehörde geprüft, ob sie komplett gefällt werden muss.




Der Friedhof Unterrodach musste am Freitag gesperrt werden.

 


02. August 2020
Asphaltdecken am Friedhof Unterrodach erneuert

Der Hauptweg inmitten der Lindenallee auf dem Friedhof in Unterrodach war sehr in die Jahre gekommen und wies starke Unebenheiten und Risse auf. Ende Juli wurde der Weg deswegen abgefräst und eine neue Asphaltdecke aufgebracht. In diesem Zuge wurde auch gleich der Parkplatz vor dem Friedhof mit erneuert. Sämtliche Stolperfallen auf dem Weg wurden damit beseitigt und das Gesamterscheinungsbild des Friedhofes gleichzeitig aufgewertet.



07. April 2020
Neue Urnenwiesengräber entstehen auf dem Friedhof in Unterrodach

Im hinteren Teil des Friedhofs in Unterrodach, links vom Kriegerdenkmal, gibt es bereits seit 2014 ein Grabfeld mit 17 Urnenwiesengräbern. Diese Art Grabstätten ist für ein bis zwei Urnen geeignet und erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da sich der Pflegeaufwand deutlich geringer gestaltet als bei einem herkömmlichen Grab.

Aufgrund der hohen Nachfrage werden nun weitere 17 solcher Gräber geschaffen. Diese werden sowohl rechts vom Kriegerdenkmal als auch hinter den bestehenden Urnenwiesengräbern entstehen. Über den genauen Baubeginn nach Ostern werden wir mit Bildern berichten.


05. Oktober 2015
Sanierung der Wege im Friedhof Unterrodach abgeschlossen

Die Friedhofswege auf dem gemeindlichen Friedhof Unterrodach bedürfen, besonders auf der linken Seites des Haupteingangs, einer Sanierung. In einem ersten Bauabschnitt, der mit Kosten in Höhe von ca. 15.000,- € veranschlagt war, wurden die ersten Wegeflächen erneuert. Wir bedanken uns nochmal für das Verständnis, da das Besuchen der Grabstellen in den letzten 14 Tagen wegen den Sanierungsarbeiten kaum möglich war.

Die weiteren zwei Abschnitte zur Instandsetzung der Wege werden in den kommenden zwei Haushaltsjahren verteilt zum Abschluss gebracht werden.

Friedhof Oberrodach

06. Februar 2023
Schönheitskur für die Kapelle

Die Umgestaltung des Friedhofes Oberrodach ist in voll im Gang. Nach Fertigstellung der Bauabschnitte I und II ist jetzt die Kapelle an der Reihe

Bereits im Februar 2019 wurde ein Friedhofskonzept durch den Marktgemeinderat Marktrodach in die Wege geleitet. Ziel dieses Konzeptes waren die Umgestaltung des Friedhofes mit Schaffung von Wegekonzepten, Verbesserung der Einbindung in die Landschaft, Vorschläge von Urnenbestattungen und zur Gestaltung des Leichenhauses. Beauftragt wurden die Landschaftsarchitekten Droll & Lauenstein aus Coburg.

Zu diesem Thema wurde Ende 2019 eigens eine Bürgerversammlung abgehalten mit einer enormen Bürgerbeteiligung. Der vordringlichste Wunsch der Bevölkerung war die Schaffung von anonymen und halbanonymen Grabstätten.

Im Jahr 2020 gab der Gemeinderat grünes Licht für die Neugestaltung des Friedhofes in Oberrodach und die Planungen und Arbeiten konnten beginnen. 2021 wurden ein Säulenhain im nordöstlichen Bereich mit 46 anonymen und ein Urnengrabfeld im nordwestlichen Bereich mit 76 anonymen und halbanonymen Urnengräbern errichtet. Die dazugehörigen Wege und Bepflanzungen sowie ein Platz zum Verweilen und Abstellen von Grabschmuck sind ebenfalls fertig.

Jetzt ist die Kapelle an der Reihe. Im Oktober 2021 beschloss der Marktgemeinderat bei einer Vorortbesichtigung die Modernisierung der Kapelle mit Vorplatz, und damit den Bauabschnitt III. Die Kapelle soll offener gestaltet werden, damit sie künftig attraktiver und moderner erscheint. Sie soll als Aufenthaltsbereich für kleine Trauerfeiern genutzt werden. So könne auch bei nichtkirchlichen Bestattungen eine würdevolle Atmosphäre geschaffen werden. Für die Hochbaumaßnahme, die Umgestaltung der Kapelle, wurde das Architekturbüro Bernd Hüttner aus Lichtenberg beauftragt. Bernd Hüttner begleitet den Prozess seit Februar bis heute.

Dank gelte an dieser Stelle den auf dem Friedhof Oberrodach tätigen Bestattern sowie Vertreterinnen und Vertretern der beiden Kirchen, betont man von Seiten der Gemeinde.

Bürgermeister Norbert Gräbner wünscht sich eine rege Beteiligung an der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung am Montag, 13. Februar, um 18.30 in der Rodachtalhalle. Deshalb ist die gesamte Bevölkerung dazu eingeladen.


 

25. Oktober 2021
Friedhof Oberrodach im Wandel

Bereits letzten Sommer beschloss der Marktgemeinderat die Umsetzung der Neugestaltung des Friedhofes in Oberrodach nach den Plänen des Landschaftsarchitekturbüros Droll & Lauenstein aus Coburg. Die Bauaufträge für die ersten beiden Bauabschnitte zur Schaffung neuer alternativer Bestattungsmöglichkeiten konnte sich die Firma Kürschner aus Nordhalben sichern, der Bau erfolgte also aus einer Hand.

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde fleißig gebaggert und gepflastert, es wurden Leitungen verlegt und Bäume gefällt beziehungsweise  neue gepflanzt sowie Sitzgelegenheiten geschaffen. Links der Kapelle entstanden 46 naturnahe Urnengräber am Fuße bestehender und neuer Bäume sowie der dazugehörige Platz der Erinnerung zum Verweilen und Abstellen von Grabschmuck. Rechts der Kapelle wurde der sogenannte Säulenhain mit vielen kleinen Bäumchen angelegt, unter denen 76 anonyme und halbanonyme Bestattungen möglich sein werfen. Die Urgengräber können mit jeweils zwei Urnen belegt werden. Die Gesamtkosten lagen bis dato bei etwa 142 000 Euro für die Bauabschnitte I und II.

Mit dem nächsten Bauabschnitt soll die Modernisierung der Kapelle in Angriff genommen werden. Diese soll nach den Plänen der Landschaftsarchitekten offener und heller gestaltet werden, damit sie künftig als attraktiver Aufenthaltsbereich dient oder auch für kleinere Trauerfeiern genutzt werden kann. So könne auch bei nicht kirchlichen Bestattungen eine würdevolle Atmosphäre geschaffen werden.

Mit der Umsetzung der neuen Ruhestätten wurde bereits der erste Schritt hin zu einem modernen zukunftsfähigen Friedhof gemacht und ein wichtiger Bestandteil des gelungenen Gesamtkonzeptes realisiert.

Es sollen nun Gestaltungsmöglichkeiten ausgearbeitet und dem Marktgemeinderat vorgelegt werden. Die Verwaltung wurde ermächtigt, die Vorraussetzungen für die Erstellung eines Entwurfes zu schaffen.

 

Bildtexte

FriedhofOro_Kapelle Noch wirkt die Kapelle etwas unfreundlich und düster. Sie soll optisch aufgewertet und die Nutzungsmöglichkeiten verbessert werden.

FriedhofOro_Saeulenhain Rechts von der Kapelle wurde der neu angelegte Säulenhain für anonyme und halbanonyme Bestattungen angelegt.

FriedhofOro_Planung Der Plan mit den einzelnen Planungsabschnitten kann auf dem Friedhof eingesehen werden.

FriedhofOro_Architekten Das Archtekten- und Landschaftsplaner-Ehepaar Angelika Droll-Lauenstein und Lutz Lauenstein aus Coburg.


19. Mai 2021 
Neugestaltung des Friedhofes Oberrodach

Der letzte Jour fixe Termin für die Neugestaltung des Friedhofes in Oberrodach fand am Mittwoch, den 19.05.2021, statt. Bürgermeister Norbert Gräbner besichtigte zusammen mit dem Kämmerer Andreas Buckreus, Herrn Lauenstein (Droll & Lauenstein – Garten – und Landschaftsarchitekten), der Baufirma Kürschner und der Baumschule Berisha den aktuellen Stand der Bauarbeiten. Aus Sicht des Marktes Marktrodach wurde die Planung bislang zügig und professionell umgesetzt. Der nächste Termin wird die Abnahme sein. Diese findet in ca. 2-3 Wochen statt, wenn alle Arbeiten und Bepflanzungen am Friedhof abgeschlossen sind.

 


26. Februar 2021
Zwei Bauabschnitte für die Neugestaltung des Friedhofes Oberrodach vergeben

Im September 2019 veranstaltete der Markt Marktrodach eine Bürgerversammlung zur Neugestaltung des Friedhofs in Oberrodach zusammen mit dem hierzu beauftragten Garten- und Landschaftsarchitekturbüro Droll & Lauenstein aus Coburg. Die Planer stellten ihre Ideen vor und nahmen im Anschluss Wünsche und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger in die Detailplanungen auf. Diesen stimmte der Gemeinderat im Sommer letzten Jahres zu und stellte die notwendigen Mittel im Haushalt ein.

Als erster Bauabschnitt sollte der sogenannten „Säulenhain“ umgesetzt werden, welcher rechts von der Kapelle die Möglichkeit für anonyme und halbanonyme Urnengräber inmitten eines neu angelegten Wäldchens bieten soll. Weitere Bauabschnitte umfassen die Schaffung von naturnahen Urnengräbern mit Rasenplatten unter den bestehenden Bäumen links der Kapelle, die Umgestaltung der Kapelle sowie den Ausbau der Wege und Containeranalage mit Errichtung eines barrierefreien WCs. Allgemein soll die Aufenthaltsqualität auf dem Friedhof gesteigert werden, indem mehr Plätze zum Verweilen und Gedenken geschaffen werden.

Da 2020 nicht mehr mit den Arbeiten begonnen werden konnte, wurden gleich zwei Bauabschnitte über den Winter ausgeschrieben. Hierbei handelte es sich um den „Säulenhain“ und die naturnahen Urnengräber sowie die dazugehörigen Wege und Gedenkstätten, da sich die Schaffung verschiedener neuer Bestattungsmöglichkeiten bereits in der Versammlung 2019 als dringlichster Bürgerwunsch herausgestellt hatte. In der letzten Gemeinderatssitzung konnten beide Ausschreibungen an die Firma Kürschner aus Nordhalben vergeben werden, welche für die zwei Projekte jeweils das wirtschaftlichste Angebot vorlegen konnte. Wenn der Winter vorüber ist, können also die Arbeiten beginnen und der erste Schritt hin zu einem modernen und zukunftsfähigen Friedhof gemacht werden.


02. August 2020
Neugestaltung des Friedhofs Oberrodach

Bereits seit Jahren zeichnet sich eine demografische Veränderung unserer Gesellschaft ab. Zudem ziehen immer mehr jüngere Menschen aus dem ländlichen Raum in Ballungsgebiete. Diese Entwicklungen machen sich auch im Bestattungswesen deutlich bemerkbar. Die Nachfrage nach pflegeleichten Gräbern und (halb-)anonymen Ruhestätten steigt auch in unserer Region. Der Trend geht schon lange weg von der Erd- und hin zur Feuerbestattung, aber immer mehr Menschen entscheiden sich mittlerweile neben dem klassischen Urnengrab für alternative Friedhofsformen wie einen Ruhewald oder Urnenwände. Die Beweggründe hierfür sind unterschiedlich: Manche möchten ihren Hinterbliebenen die aufwendige Grabpflege ersparen, andere haben schlichtweg keine Verwandtschaft mehr in unmittelbarer Nähe zum Begräbnisort, wieder andere möchten einfach nicht, dass jeder Friedhofsbesucher weiß, wo sie beerdigt sind.

Mit vielfältigen modernen Bestattungsformen soll auch in Marktrodach auf diese Wünsche und Bedürfnisse eingegangen werden. Auf den Friedhöfen im Gemeindegebiet wurden bereits verschiedene Möglichkeiten geschaffen: Durch eine Erweiterung gibt es in Zeyern nun Platz für Urnengräber, in Unterrodach wurden insgesamt 34 Urnenwiesengräber angelegt und in Seibelsdorf wurde ein Platz für anonyme Bestattungen eingerichtet. Diese Maßnahmen waren jedoch eher aus der Not heraus geboren, da die Nachfrage so groß war und die genannten Friedhöfen kaum Spielraum für eine Umgestaltung boten. Auf dem Friedhof in Oberrodach hingegen gibt es noch genügend Raum für alternative Bestattungsformen, weshalb der Gemeinderat im Februar 2019 beschloss, das Garten- und Landschaftsarchitekturbüro Droll & Lauenstein aus Coburg mit der Neukonzeption zu beauftragen.

In einer Bürgerversammlung vergangenen September wurden erste Pläne vorgestellt und mit den anwesenden Bürgern diskutiert. Es kamen sowohl von Privatleuten als auch von den lokalen Bestattungsunternehmern hilfreiche Hinweise, Vorschläge und Anregungen, die vom Planungsbüro dankend aufgenommen wurden. Das weiterentwickelte Konzept wurde dem Gemeinderat dann in der Sitzung vom 13.07.2020 präsentiert und über die voraussichtlichen Kosten informiert. Diese belaufen insgesamt auf rund 491.600 Euro und gliedern sich in verschiedene Bauabschnitte.

Als am dringlichsten wurde die Schaffung eines Säulenhains für rund 80.000 Euro angesehen, mit welchem begonnen werden soll. Hierfür werden rechts von der Kapelle Bäume gepflanzt, zwischen denen Urnen in den Boden eingelassen werden können, ähnlich wie in einem Ruhewald. Wenn gewünscht, kann der Name dann auf einer Gedenktafel neben dem kleinen Wäldchen aufgeführt werden, was man als halbanonyme Bestattung bezeichnet, aber auch eine anonyme Bestattung ohne Namensnennung soll hier möglich sein.

Auf der anderen Seite der Kapelle sollen in der Folge naturnahe Urnengräber entstehen, die ihren Platz ebenfalls im Rasen unter den Bäumen finden, aber jeweils mit einer personalisierten Steinplatte versiegelt werden. Hier soll es anders als bei Urnenwiesengräbern keinen Grabschmuck geben. Am angrenzenden „Platz der Erinnerung“ wird es jedoch die Möglichkeit geben, Blumen oder Kerzen niederzulegen und so den Verstorbenen zu gedenken. In einem weiteren Bauabschnitt soll die bestehende Kapelle offener gestaltet werden, damit diese künftig als attraktiver Aufenthaltsbereich dient oder auch für kleinere Trauerfeiern genutzt werden kann. So könne auch bei nicht-kirchlichen Bestattungen eine würdevolle Atmosphäre geschaffen werden. Die Ehrenmale links und rechts der Gräberreihen sollen durch klar erkennbare Wege mit dem Hauptweg verbunden werden und so auch für die Vereine wieder besser zugänglich sein. Weitere Wasserstellen werden die Laufwege beim Gießen verkürzen und Mülltonnen und Container werden durch Hecken optisch in den Hintergrund gerückt. Mehr Sitzmöglichkeiten sowie eine barrierefreie WC-Anlage sollen die Aufenthaltsqualität auf dem Friedhof steigern. So wird man einem wichtigen Aspekt der Trauerarbeit gerecht, nach der Grabpflege längere Zeit am Grab des geliebten Menschen verbringen zu können, um in Ruhe zu trauern und dabei die geradezu heilsame Aussicht vom Oberrodacher Berg zu genießen. Abgeschlossen werden die Erneuerungsmaßnahmen durch eine umlaufende Heckenbepflanzung, die dem Friedhof einen einheitlichen Rahmen verleiht und in die Landschaft einbindet.

Der Gemeinderat befand das Konzept insgesamt als gelungen und stimmte für die Umsetzung des Säulenhains als ersten Bauabschnitt. Vor der Umsetzung weiterer Maßnahmen werden sich Bauausschuss, Planungsbüro und Verwaltung zur Klärung der Ausführungsdetails erneut besprechen.


 

Spielplatz Oberrodach

24.09.2020
Spielplatz in Oberrodach nach Neugestaltung eingeweiht

Die Kinder aus der Marktgemeinde Marktrodach können wieder ausgelassen spielen und toben. Ende Juli konnte die Sanierung des Spielplatzes in Oberrodach abgeschlossen werden und der TÜV hat alle Geräte freigegeben. Am Dienstag, den 22. September fand nun die offizielle Einweihung durch den Ersten Bürgermeister Norbert Gräbner sowie die Weihe durch Pfarrer Matthias Rückert und Kaplan Florian Will statt. Anwesend waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Elterninitiative, des Gemeinderats und der zahlreichen Spenderinnen und Spender. Ursprünglich sollte zu diesem Anlass ein großes Kinderfest auf dem Gelände stattfinden, doch wie überall hat auch hier Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Kaplan Florian Will (2.v.l.) und Pfarrer Matthias Rückert (3.v.l.) weihten die neuen Geräte auf dem Spielplatz in Oberrodach. Julia Köstner (l.) erhielt stellvertretend für alle Mitwirkenden der Elterninitiative einen Blumenstrauß vom Erster Bürgermeister Norbert Gräbner (r.).

 

Doch der Reihe nach:

Ende letzten Jahres kam die Leiterin der Marktrodacher Krabbelgruppe, Julia Köstner aus Oberrodach, auf die Verwaltung zu und regte im Namen vieler Eltern die Revitalisierung der Anlage im Bereich zwischen Birkenweg und Kellerstraße an. Die Geräte seien zwar immer gut in Schuss gehalten und bei Bedarf repariert worden, jedoch gab es auf den Spielplätzen in der Gemeinde schon lange nichts Neues mehr zu entdecken und gerade in Oberrodach sei noch sehr viel ungenutzter Platz vorhanden gewesen. Auch die steigenden Geburtenzahlen und der Zuzug vieler junger Familien nach Marktrodach waren weitere Gründe für die Dringlichkeit dieses Vorhabens.

Auf Wunsch des Bürgermeisters Norbert Gräbner besuchte Bauamtsleiterin Katja Wich daraufhin die Krabbelgruppe und schlug den Eltern eine Initiative vor, im Rahmen derer sie ihre Ideen konkretisieren. Gemeinsam wurden sich daraufhin neue Spielplätze in der Region angeschaut, Kataloge gewälzt und Angebote für eine mögliche Sanierung eingeholt, um bereits den Kostenrahmen abschätzen zu können.

In der Gemeinderatssitzung vom 18. November 2019 stellten Vertreter der Elterninitiative dann den Ist-Zustand des Spielplatzes sowie die gemeinsam erarbeiteten Ideen und Wünsche für die Neugestaltung vor. Es sollte etwas Neues und Besonderes angeschafft werden, was man nicht auf jedem beliebigen Spielplatz in der Gegend finden kann. Als Beitrag zu den Kosten von voraussichtlich 50.000 Euro hat sich die Elterninitiative auch um Spenden bemüht. Der Gemeinderat würdigte das große Engagement der Eltern und erklärte, die Möglichkeit einer Förderung für dieses Projekt prüfen zu lassen und die Maßnahme in den Haushaltsberatungen für 2020 zu berücksichtigen. Leider konnten keine Fördermittel akquiriert werden, dennoch entschied sich der Gemeinderat in der Sitzung vom 10. Februar 2020 dafür, 60.000 Euro für die Erneuerung des Geländes in den Haushalt 2020 einzustellen. Die Verwaltung leitete sogleich baurechtliche Schritte ein und bereitete die Ausschreibung für die Sanierungsarbeiten vor.

Im April konnte die Ausführung an den Spielgeräte-Hersteller Richter GmbH aus Frasdorf vergeben werden, die Vorarbeiten wurden vom gemeindlichen Bauhof und der Firma Marco Mai Garten- und Landschaftspflege erbracht. Für rund 50.000 Euro wurden neue Spielgeräte geordert, bei deren Auswahl die engagierten Eltern natürlich mit einbezogen wurden. Der Wunsch war es, eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Kletter- und Rutschturm und den Schaukeln zu schaffen. Ein Spielplatz soll die Kreativität, Phantasie, Beweglichkeit, Kondition und Fitness von Kindern in verschiedenen Entwicklungsphasen fördern, aber auch Bereiche zur Erholung und zum Stressabbau bieten.

So fiel die Entscheidung unter anderem auf ein niedriges Plattformhaus, das mit einer breiten Rutsche, Kletternetz und einem Sandaufzug mit Röhre vielfältige Spielmöglichkeiten ab dem Kleinkindalter garantiert. Daneben wurde ein kleines Pferdchen-Gespann mit Sitzgelegenheit aufgestellt, das schon bei den Kleinsten das Rollenspiel verstärken und die Kommunikation anregen soll. Unweit davon wurden außerdem zwei Trampoline in den Boden eingelassen, auf denen etwas größere Kinder um die Wette hüpfen und sich so richtig auspowern können. Für die ganz Wagemutigen bietet ein Geflecht aus massiven Naturholzstämmen und einem Kletter- oder Liegenetz auf kleinem Raum viel Platz zum Balancieren, Klettern und Erleben von Höhe, aber auch zum Ausruhen und Beobachten. Die alten Spielgeräte erhielten bei einem Arbeitseinsatz der Elterninitiative einen frischen Anstrich und laden nun wieder zum Toben und Spaß haben ein. Die Farben hierfür wurden vom oberrodacher Maler Heiko Renk gespendet. Um auch den Eltern einen komfortablen Aufenthalt auf dem Spielplatz zu bieten, wurden außerdem neue Bänke aufgestellt und eine großzügige Sitzgruppe mit Tisch lädt unter den Bäumen zum Verweilen oder Picknicken ein. Anfang Juli wurden die von Kindern und Eltern sehnlichst erwarteten Geräte schließlich geliefert und aufgebaut. Nach der Abnahme durch den TÜV durften sie dann auch endlich getestet werden.

Die Elterninitiative ist sehr zufrieden mit dem Endergebnis und Julia Köstner hat seit der Wiedereröffnung viele positive Rückmeldungen von Eltern aus dem Ort erhalten. Außerdem habe sie festgestellt, dass der Spielplatz nun viel besser besucht sei, als es vor der Neugestaltung der Fall gewesen war.

Ein großes Dankeschön gilt sowohl der Elterninitiative als auch den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die das Vorhaben zusätzlich mit finanziellen Mitteln unterstützt haben. Beim „Angrillen für den guten Zweck“ konnte die Wählergemeinschaft „Menschen für Marktrodach“ im März 1.600 Euro für den Spielplatz sammeln. Hinzu kamen weitere 4036,60 Euro aus Einzelspenden von der Reinhard und Maria Ultsch-Stiftung aus Oberrodach, der VR Bank Oberfranken Mitte, der Sparkasse Kulmbach-Kronach, der Firma Marco Mai Garten- und Landschaftspflege aus Großvichtach, Schuh Sport Müller aus Unterrodach, der Firma Regel Bau aus Großvichtach, RVT Process Equipment aus Oberrodach, Dr. Amely Eckstein aus Oberrodach, der KMW Stiftung aus Unterrodach, RCV Consulting aus Wirsberg, der Mühlenapotheke Marktrodach, Peter Himmel aus Unterrodach und aus der Spendenbox der Elterninitiative von der Vernissage in der Ideenwerkstatt Firlefanz. Die hohe Spendenbereitschaft zeigt, dass man in Marktrodach zusammenhilft und gemeinsam anpackt und dass Kinder und junge Familien ein ganz wichtiger Teil der Gemeinde sind.

Auch der Markt arbeitet stetig daran, die Kinder- und Familienfreundlichkeit von Marktrodach immer weiter zu verbessern und ist bereits dabei, alle Spielplätze im Gemeindegebiet nach und nach zu erneuern. Als nächstes ist bereits der Spielplatz in Großvichtach an der Reihe, auf dem bestehende Spielgeräte zum Teil aufgefrischt oder ersetzt wurden. Aktuell entsteht hier auch noch ein Spielhügel mit widerstandsfähigem Teppichvlies. Über die genauen Maßnahmen wird bald ebenfalls im Rahmen der Einweihung berichtet werden. Außerdem hat sich der Markt Marktrodach im Rahmen einer Allianz mit dem Markt Presseck um Fördermittel aus der europäischen LEADER-Initiative beworben, mit denen unter anderem ein Erlebnisspielplatz am Fuße der Radspitze in Seibelsdorf realisiert werden soll.


02. August 2020
Sanierung des Spielplatzes Oberrodach abgeschlossen

Die Elterninitiative der Krabbelgruppe unter der Leitung von Julia Köstner machte sich vor einigen Monaten für eine Sanierung des Spielplatzes in Oberrodach stark. Viele Eltern haben sich zusammen getan und beim Gemeinderat für eine attraktivere Gestaltung des bestehenden Geländes geworben.

Im Februar dieses Jahres beschloss der Gemeinderat dann die Sanierung des Spielplatzes und vergab im April die Ausführung an den Spielgeräte-Hersteller Richter GmbH aus Frasdorf. Für rund 50.000 Euro wurden neue Spielgeräte geordert, bei deren Auswahl die engagierten Eltern natürlich mit einbezogen wurden. Der Wunsch war es, eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Kletter- und Rutschenturm und den Schaukeln zu schaffen.

So fiel die Entscheidung unter anderem auf ein niedriges Plattformhaus, das mit einer breiten Rutsche, Kletternetz und einem Sandaufzug mit Röhre vielfältige Spielmöglichkeiten ab dem Kleinkindalter garantiert. Daneben wurde ein kleines Pferdchen-Gespann mit Sitzgelegenheit aufgestellt, das schon bei den Kleinsten das Rollenspiel verstärken und die Kommunikation anregen soll.

Unweit davon wurden außerdem zwei Trampoline in den Boden eingelassen, auf denen etwas größere Kinder nun um die Wette hüpfen können.

Für die ganz Wagemutigen bietet ein Geflecht aus massiven Naturholzstämmen und einem Kletter- oder Liegenetz auf kleinem Raum viel Platz zum Klettern und Erleben von Höhe, aber auch zum Ausruhen und Beobachten.

Die alten Spielgeräte erhielten in einer Aktion der Elterninitiative einen frischen Anstrich und laden nun wieder zum Toben und Spaß haben ein.

Um auch den Eltern einen komfortablen Aufenthalt auf dem Spielplatz zu bieten, wurden neue Bänke aufgestellt und eine großzügige Sitzgruppe mit Tisch lädt unter den Bäumen zum Verweilen oder Picknicken ein.

Anfang Juli wurden die von Kindern und Eltern sehnlichst erwarteten Geräte schließlich geliefert und aufgebaut. Hierfür musste der Spielplatz einige Tage gesperrt werden. Seit Beginn der Sommerferien sind nun aber alle Spielgeräte vom TÜV geprüft und zertifiziert und konnten endlich zum Spielen freigegeben werden.

Ein großes Dankeschön gilt sowohl der Elterninitiative als auch den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die das Vorhaben zusätzlich mit finanziellen Mitteln unterstützt haben. All jenen, die zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben, soll bei einer offiziellen Eröffnung voraussichtlich im September noch einmal persönlich gedankt werden, sofern die Situation rund um Corona dies zulässt.

Jetzt wünschen wir allen Kindern und ihren Eltern aber erst einmal viel Spaß beim Spielen und Toben und viele schöne Stunden gemeinsam mit Freunden auf dem neu gestalteten Spielplatz in Oberrodach.

Spielplatz Unterrodach

04. Juli 2023
Neugestaltung des Spielplatzes

Derzeit laufen die Planungen für die Neugestaltung des Spielplatzes in Unterrodach Am Steig.


02. Juli 2016
Spielplatz Am Stein in Unterrodach wurde neu belebt

Die Kinder der Bewohner im Baugebiet „Am Steig“ sind mittlerweile groß geworden und der dortige Spielplatz wurde in den letzten Jahren nicht mehr frequentiert. Er blieb zum Teil gar ungenutzt. Der Nachwuchs ließ ca. 6 Jahre auf sich warten und mittlerweile ist auch der Bedarf in diesem Quartier wieder da. Kinder und Kindeskinder wünschen sich eine Neubelebung des Spielplatzes „Am Steig“. Es ist klar, dass die Gemeinde keine Unsummen zur Verfügung hat, dennoch möchte man den Spielplatz einfach und dennoch effektiv für die im Umfeld lebenden Kinder gestalten.

Die Neubelebung startete mit einer spontanen Aktion zwischen Eltern und Großeltern sowie dem Bauhof des Marktes Marktrodach am letzten Juni Wochenende. Es wurde gesägt, geschnitten, gemäht und gestrichen. Der Spielplatz erwachte vom Dornröschenschlaf und man war nach getaner Arbeit sichtbar Stolz.

Bürgermeister Norbert Gräbner war sehr dankbar über diese gemeinsame Aktion und brachte eine Stärkung in Form eines Frühstücks zum Ort des Geschehens mit.
Ob er vielleicht auch noch den einen oder anderen Euro in der Gemeindekasse findet? Es kristallisierte sich nämlich bei den Kindern der Wunsch nach einem Karusell heraus. In einigen Wochen werden wir das Ergebnis sehen oder auch nicht.

Abschließend nochmals ein großes und herzliches Dankeschön an alle Helfer und an André Kestel.

Gemeinsam ist alles möglich.

Gemeinsam ist alles möglich.

Spielplatz Zeyern

16. September 2021
Marktrodachs Kinder können sich freuen

Die Corona-Pandemie hinterlässt an uns allen seine Spuren und besonders unsere Kinder leiden darunter. Durch die Einschränkung der sozialen Kontakte, den Lockdown, der über mehrere Monate andauerte, und das Homeschooling waren sie die meiste Zeit daheim. Jetzt, wo sich die Lage etwas entspannt hat und der Herbst vor der Tür steht, haben wir uns dazu entschieden ein neues Spielgerät für den Spielplatz in Zeyern anzuschaffen. Dieser ist seit ein paar Tagen auf dem am Waldrand gelegenen Spielplatz vorzufinden. Ein Bus aus Holz lädt Kinder aus nah und fern zum Spielen ein und passt sich perfekt an das Gesamtbild an. Auch für die Eltern und Großeltern steht eine neue Sitzgelegenheit zur Verfügung, von welcher sie Ihre Kinder beim Spielen und Toben beobachten können.

Danke an die Firma Karl Hesse Spielgeräte GmbH & Co. KG für die unkomplizierte Bestellung Lieferung des Spielgerätes und an den gemeindlichen Bauhof für die letzten Arbeiten. Somit kann der Bus nun von unseren Kindern genutzt werden.

Ein Satz zur Finanzierung:
Als im Frühjahr 2021 zur Bekämpfung der Coronapandemie im Rahmen der Teststrategie die Notwendigkeit für dezentrale Testzentren bestand, hat sich die Gemeindeverwaltung entschieden, in der Rodachtalhalle ein Testzentrum zu errichten. Nachdem der Markt Marktrodach für die durchgeführten Tests eine Vergütung erhielt, entschied man sich, diese nicht in den allgemeinen Haushalt einfließen zu lassen, sondern damit etwas für die Kinder in der Marktgemeinde zu schaffen. Dies ist aus unserer Sicht mit einer Investition in den überörtlich genutzten Spielplatz in Zeyern gelungen. PS

Historischer Parkplatz


14.09.2022 
Förderoffensive Nordostbayern – Historischer Parkplatz erhält Gemälde

Mitte September konnte nun die offizielle und erfolgreiche Abnahme des Gemäldes an der Fassade des neu errichteten Parkplatzes in der Hauptstraße in Unterrodach mit dem ersten Bürgermeister Norbert Gräbner, der Bau- und Geschäftsleiterin Katja Wich sowie der beauftragten Künstlerin Anja Hennings stattfinden.

Es folgen nun noch die Schreinerarbeiten an der Sandsteinfront, diverse Pflanzarbeiten sowie die Sanierung des Kellerhäusla.

Ende Oktober kann dann aller Voraussicht nach die offizielle Einweihung stattfinden.


19.04.2021
Förderoffensive Nordostbayern: Millionenförderung für Marktrodachs Leerstände

Die Förderoffensive Nordostbayern (kurz FONOB) von der Regierung von Oberfranken war für die Region ein großer Segen. Von 2017 bis 2020 wurde in den besonders vom wirtschaftlichen Strukturwandel und Bevölkerungsverlusten geprägten Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach, Wunsiedel i.F. und Tirschenreuth sowie in der kreisfreien Stadt Hof der Fördersatz für Maßnahmen zur Revitalisierung der Stadt- und Ortskerne auf 90 Prozent angehoben. Ziel hierbei war es, vor allem Leerstände zu beseitigen und dadurch die Attraktivität der Ortskerne wieder zu steigern.

Auch der Markt Marktrodach konnte mithilfe der FONOB-Förderung einige Projekte angehen. Zwei der insgesamt fünf eingereichten Maßnahmen konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Mit einer Fördersumme von knapp 56.000 Euro wurde im Zentrum von Zeyern ein verfallenes Wohnhaus abgerissen. Auf der Fläche entstand ein Dorfplatz, der nun mit diversen Sitzgelegenheiten zum Verweilen am kleinen Bach einlädt. Weiterhin wurde das Anwesen Hauptstraße 29 in Unterrodach mit Hilfe einer Förderung in Höhe von über 600.000 Euro generalsaniert und zwei moderne Wohnungen geschaffen. Die neuen Bewohner:innen sind bereits eingezogen und erfüllen das fast 200 Jahre alte Haus nach jahrelangem Leerstand endlich wieder mit Leben.

Wo jahrelang ein verfallendes Wohnhaus mitten in Zeyern stand…

…ist durch die Förderoffensive ein liebevoll gestalteter Dorfplatz entstanden.

Zum „best practice“-Beispiel der FONOB wurde die Schaffung von zwei Wohneinheiten in der Hauptstraße 29 in Unterrodach.

Als nächstes starten die Bauarbeiten an der eingestürzten ehemaligen Postscheune in Unterrodach. Die Räumung der Ruine sowie die Schaffung von Parkplätzen im Ortszentrum wird mit gut 200.000 Euro Fördergeldern unterstützt. Für die Neugestaltung des Schallersgartens mit Umbau der alten Scheune zu einer Festscheune mit Tagungs- und Feierräumlichkeiten wurden bereits ein Zuschuss von rund 1,65 Mio. Euro zugesagt.

Eine Kombi-Förderung aus FONOB und Wohnraumförderung durch das Amt für ländliche Entwicklung konnte für die Generalsanierung des Pfarrhauses in Seibelsdorf erreicht werden. Hier sollen Gemeinderäume im Erdgeschoss sowie drei Wohneinheiten im Obergeschoss entstehen. Die voraussichtliche Fördersumme beträgt bei diesem Projekt 1,43 Mio. Euro.

Auch für das geplante Ärztehaus im alten Rathaus in Oberrodach ist mittlerweile der Zuwendungsbescheid über 373.500 Euro eingegangen (mehr hierzu im Bericht über das Ärztehaus). Die fünf Projekte des Marktes Marktrodach werden also mit insgesamt rund 4,3 Mio. Euro aus der Förderoffensive Nordostbayern bezuschusst. Diese Summe steht einem voraussichtlichen Eigenanteil von 2 Mio. Euro gegenüber, welchen die Gemeinde zur Steigerung der Lebensqualität in den Ortsteilen investiert.

Erster Bürgermeister Norbert Gräbner ist begeistert von der Förderinitiative, die seiner Meinung nach richtigerweise gerade dort ansetzt, wo der größte Bedarf und die größte Not der geförderten Gemeinden herrschten. Nur mit Hilfe der Förderinitiative konnte Leerstand beseitigt, das Ortsbild verbessert und wieder Leben in die alten Ortskerne gebracht werden. Daneben wurden auch die gemeindliche Infrastruktur und die Lebensqualität durch wichtige Einrichtungen verbessert. Die Förderinitiative ist somit ein bedeutendes Werkzeug, um der weiteren Abwanderung in den demographisch benachteiligten Landkreisen entgegenzuwirken. Ohne diese Förderung wären die wirklich wichtigen und für die Gemeinden und ihre Bevölkerung äußerst wertvollen Sanierungsmaßnahmen nicht zu schultern gewesen. „Wir in Marktrodach sind deshalb der Bayerischen Staatsregierung sehr dankbar für diese Initiative und schließen in diesen Dank die gute Arbeit der staatlichen Behörden ein, die mit ihrer Abwicklung befasst waren.“, so Gräbner.

24.05.2020
Neuer Gemeinderat ging in Klausur – Marktrodach schafft Zukunft

Marktrodach. Am vergangenen Freitag, den 22. Juni 2020 von 17.00 bis 21.00 Uhr lud Erste Bürgermeister Norbert Gräbner das neue Ratsgremium zur Klausurtagung in die Rodachtalhalle ein. Unter dem Motto: „Marktrodach schafft Zukunft“ konnten sich die neu gewählten Mandatsträger/-in ein Bild über die zukunftsgerichteten Investitionen machen, die bereits der vorherige Gemeinderat mit Ersten Bürgermeister Norbert Gräbner auf dem Weg gebrachten haben. Es gilt nun diese Projekte in den nächsten 2-3 Jahren konstant und fokussiert umzusetzen, da die Förderkulissen zum Teil Ende 2022 ablaufen.

Hauptstr. 39 – Parken

Das Anwesen der alten Postscheune soll auch nun in Zukunft an historische Zeiten erinnern. So entsteht in Kürze eine Parkfläche mit historischem Hintergrund in der Ortsmitte. Leider kam die Corona-Pandemie dazwischen, sodass der Antrag auf vorzeitigem Maßnahmebeginn noch nicht bearbeitet werden konnte, wofür wir natürlich Verständnis haben. Jedoch wurde uns mitgeteilt, dass wir in Kürze mit dem Bescheid rechnen können, sodass die

Eine Aufwertung des Ortskerns im Gemeindeteil Unterrodach konnte u.a. dadurch vorgenommen werden, Arbeiten noch im Sommer beginnen können. Die zugesagten Zuwendungen liegen bei 200.000,- Euro, wobei diesen 227.000,- Euro Baukosten zugrunde lagen.

Sanierung des alten Pfarrhauses in Seibelsdorf

27. September 2021
Historisches Seibelsdorfer Pfarrhaus nun in Händen der Gemeinde

Seibelsdorf- Nun ist es unter Dach und Fach, der Kaufvertrag notariell beurkundet, der Kaufpreis bezahlt: Seit September ist das historische Seibelsdorfer Pfarrhaus direkt neben der Markgrafenkirche in Gemeindehand. Im Rahmen eines kleinen offiziellen Akts übergab Pfarrer Matthias Rückert die Schlüssel an Bürgermeister Norbert Gräbner. Im Erdgeschoss sollen von der Allgemeinheit nutzbare Räumlichkeiten entstehen; im ersten Obergeschoss drei Wohneinheiten unterschiedlicher Größe.

„Das ist eine sehr gute Lösung“, zeigte sich der evangelische Pfarrer bei der symbolischen Schlüsselübergabe erleichtert. Nachdem das wunderschöne Fachwerkhaus über Jahrzehnte hinweg bewohnt, während dieses Zeitraums aber keine Sanierung erfolgt worden war, ist die Bausubstanz nunmehr sehr angegriffen. Zuletzt war das geschichtsträchtige Gebäude samt großräumigem Pfarrgarten nur noch sporadisch genutzt worden und stand faktisch leer. Die Überlegung des Kirchenvorstands einer Renovierung war zum Einen aus Kostengründen wieder verworfen worden. Zum Anderen wäre das ehemals für eine Pfarrfamilie mit vielen Kindern errichtete Gebäude auch viel zu groß für Pfarrer Matthias Rückert und dessen Ehefrau.

„Unsere Sorge war es, in welche Hände das Pfarrhaus bei einem Privatverkauf gefallen wäre“, verinnerlichte der Pfarrer. Er sei mehr als froh, dass das Pfarrhaus nicht privat verkauft worden sei, sondern im Dorf bleibe und weiterhin den Seibelsdorfern zur Verfügung stehe. „Das Pfarrhaus bleibt unser Pfarrhaus. Bei der Marktgemeinde wissen wir es in den besten Händen“, bekundete er. Dies sei ihm sehr wichtig, handle es sich doch dabei um ein ortsbildprägendes wie auch für die Bevölkerung identitätsstiftendes Gebäude von hohem ideellem Wert.

Dem konnte sich Bürgermeister Norbert Gräbner nur anschließen, der selbst viele Erinnerungen mit dem schmucken Fachwerkhaus mitten im Ort verbindet und beispielsweise auch gerne an darin stattgefundene Tischtennisspiele zurückblickt. Mit dem neuen Nutzungskonzept schlage man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Man erhalte ein historisches Gebäude und schaffe gleichzeitig Räumlichkeiten für die Bevölkerung als auch benötigten Wohnraum für junge Leute. „Das ist so etwas wie eine Hybridlösung“, so der Bürgermeister, dem das rege und intakte Gemeindeleben in Seibelsdorf sehr am Herzen liegt. Konkret sehen die Planungen im Erdgeschoss einen größeren Saal, Küche, Thekenbereich und Sanitäranlagen vor, die von der Allgemeinheit – Vereinen, Privatleuten oder auch von der Kirche selbst – genutzt werden können; sei es für Sitzungen, Veranstaltungen, private Feiern oder einfach zum gemütlichen Beisammensitzen. Denkbar wären Festivitäten ebenso wie beispielsweise auch Beisetzungen, wozu man sich auch von einem Caterer beliefern lassen könne, insbesondere auch im Hinblick auf das Gaststätten-Sterben. Im ersten Obergeschoss sollen drei Wohneinheiten in unterschiedlicher Größe entstehen – für Familien, Paare oder Singles; habe man doch erfreulicherweise auch Zuzug in Seibelsdorf. Hergerichtet werden sollen auch die Außenanlagen, die sich durchaus auch für kleinere Feste anbieten.

Das ehrgeizige Projekt wird durch verschiedene Fördertöpfe großzügig bezuschusst. Grob gesagt, wird der öffentliche Bereich mit Mitteln aus der Förderoffensive Nordostbayern durch das Amt für ländliche Entwicklung (90 % Förderung) und der Wohnbereich über das Wohnungsbauförderprogramm der Regierung von Oberfranken (30 %) gefördert, wofür sich der Bürgermeter sehr dankbar zeigt. Ohne die hohe Förderung hätte der Markt eine derartige Generalsanierung nicht alleine finanzieren können; habe sich doch in den vergangenen Jahren ein enormer Sanierungsaufwand aufgetürmt. Dessen genauer Umfang steht aktuell noch nicht fest. Derzeit ist die Entkernung des Gebäudes ausgeschrieben. Erst danach werde der genaue Zustand der Bausubstanz bzw. das Ausmaß der Schäden ersichtlich und über die notwendigen Maßnahmen final entschieden.

„Ich freue mich sehr, dass wir damit wieder etwas für unsere Bevölkerung tun können“, so der Bürgermeister, der in diesem Zusammenhang auch auf die Generalüberholung der alten Schule in Seibelsdorf verweist. Das Gebäude wird im ersten Stock unter anderem von der florierenden örtlichen Musikkapelle genutzt, für die die Raumhöhe im Pfarrhaus nicht ausreichend wäre. Wohnraum befindet sich dort im Erdgeschoss, also in der Aufteilung konträr zum Pfarrhaus. Mit dessen Generalsanierung könne man nunmehr also in Zukunft zwei Gebäude der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und somit das Angebot optimieren.

Großer Dank gebühre, so Gräbner, neben den Fördermittelgebern, insbesondere Pfarrer Rückert wie auch der Kirchenverwaltung, die sich sehr kooperativ gezeigt und umgehend Verkaufsbereitschaft signalisiert habe. Gemeinsam habe man an einem Strang gezogen und gemeinsam freue man sich nun auf das Endergebnis. „Da kann etwas Tolles entstehen – ein richtiges Vorzeigeprojekt“, sind sie sich einig. hs

Bild: Der Markt Marktrodach erwarb das Seibelsdorfer Pfarrhaus. In einem offiziellen Akt übergab (von links) Pfarrer Matthias Rückert die Gebäudeschlüssel an Bürgermeister Norbert Gräbner.


13. August 2021
FONOB-Update – Neues von der Förderoffensive Nordostbayern

Pfarrhauses Seibelsdorf

Nachdem der Gemeinderat die Generalsanierung des ehemaligen Pfarrhauses in Seibelsdorf mit Hilfe zweier Fördertöpfe beschlossen hat, konnte die Gemeinde das denkmalgeschützte Gebäude zwischenzeitlich von der evangelischen Kirche erwerben. Es sollen Gemeinderäume im Erdgeschoss sowie drei Wohneinheiten im Obergeschoss entstehen. Die voraussichtliche Fördersumme durch die Förderoffensive Nordostbayern und die Wohnraumförderung der Regierung von Oberfranken beträgt bei diesem Projekt 1,43 Mio. Euro.

Das Architekturbüro Schöttner aus Wallenfels, welches bereits die Machbarkeitsstudie für das Gebäude erstellt hat, ist auch für die weitere Bauplanung zuständig. Die Vorplanung für Wärme, Elektro und Sanitär, welche die Firma Berndorfer aus Kronach im Rahmen Machbarkeitsstudie abgegeben hatte, kann so übernommen werden und wird von ebenjener als Fachplaner ausgeführt werden. Die erste Baubesprechung hat bereits stattgefunden. Am 1. September wird die Entkernung des Gebäudes starten, um eine Bestandsaufnahme der tatsächlichen Schäden machen zu können. Erst danach können Spezialisten für die Sanierung ausgeschrieben werden.

Ab sofort steht das Anwesen der allgemeinen Bevölkerung auch nicht mehr zur Verfügung, eine Anmietung ist bereits jetzt nicht mehr möglich. Wir bitten um Kenntnisnahme und Verständnis.


19. April 2021
Förderoffensive Nordostbayern: Millionenförderung für Marktrodachs Leerstände

Die Förderoffensive Nordostbayern (kurz FONOB) von der Regierung von Oberfranken war für die Region ein großer Segen. Von 2017 bis 2020 wurde in den besonders vom wirtschaftlichen Strukturwandel und Bevölkerungsverlusten geprägten Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach, Wunsiedel i.F. und Tirschenreuth sowie in der kreisfreien Stadt Hof der Fördersatz für Maßnahmen zur Revitalisierung der Stadt- und Ortskerne auf 90 Prozent angehoben. Ziel hierbei war es, vor allem Leerstände zu beseitigen und dadurch die Attraktivität der Ortskerne wieder zu steigern.

Auch der Markt Marktrodach konnte mithilfe der FONOB-Förderung einige Projekte angehen. Zwei der insgesamt fünf eingereichten Maßnahmen konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Mit einer Fördersumme von knapp 56.000 Euro wurde im Zentrum von Zeyern ein verfallenes Wohnhaus abgerissen. Auf der Fläche entstand ein Dorfplatz, der nun mit diversen Sitzgelegenheiten zum Verweilen am kleinen Bach einlädt. Weiterhin wurde das Anwesen Hauptstraße 29 in Unterrodach mit Hilfe einer Förderung in Höhe von über 600.000 Euro generalsaniert und zwei moderne Wohnungen geschaffen. Die neuen Bewohner:innen sind bereits eingezogen und erfüllen das fast 200 Jahre alte Haus nach jahrelangem Leerstand endlich wieder mit Leben.

Wo jahrelang ein verfallendes Wohnhaus mitten in Zeyern stand…

…ist durch die Förderoffensive ein liebevoll gestalteter Dorfplatz entstanden.

Zum „best practice“-Beispiel der FONOB wurde die Schaffung von zwei Wohneinheiten in der Hauptstraße 29 in Unterrodach.

Als nächstes starten die Bauarbeiten an der eingestürzten ehemaligen Postscheune in Unterrodach. Die Räumung der Ruine sowie die Schaffung von Parkplätzen im Ortszentrum wird mit gut 200.000 Euro Fördergeldern unterstützt. Für die Neugestaltung des Schallersgartens mit Umbau der alten Scheune zu einer Festscheune mit Tagungs- und Feierräumlichkeiten wurden bereits ein Zuschuss von rund 1,65 Mio. Euro zugesagt.

Eine Kombi-Förderung aus FONOB und Wohnraumförderung durch das Amt für ländliche Entwicklung konnte für die Generalsanierung des Pfarrhauses in Seibelsdorf erreicht werden. Hier sollen Gemeinderäume im Erdgeschoss sowie drei Wohneinheiten im Obergeschoss entstehen. Die voraussichtliche Fördersumme beträgt bei diesem Projekt 1,43 Mio. Euro.

Auch für das geplante Ärztehaus im alten Rathaus in Oberrodach ist mittlerweile der Zuwendungsbescheid über 373.500 Euro eingegangen (mehr hierzu im Bericht über das Ärztehaus). Die fünf Projekte des Marktes Marktrodach werden also mit insgesamt rund 4,3 Mio. Euro aus der Förderoffensive Nordostbayern bezuschusst. Diese Summe steht einem voraussichtlichen Eigenanteil von 2 Mio. Euro gegenüber, welchen die Gemeinde zur Steigerung der Lebensqualität in den Ortsteilen investiert.

Erster Bürgermeister Norbert Gräbner ist begeistert von der Förderinitiative, die seiner Meinung nach richtigerweise gerade dort ansetzt, wo der größte Bedarf und die größte Not der geförderten Gemeinden herrschten. Nur mit Hilfe der Förderinitiative konnte Leerstand beseitigt, das Ortsbild verbessert und wieder Leben in die alten Ortskerne gebracht werden. Daneben wurden auch die gemeindliche Infrastruktur und die Lebensqualität durch wichtige Einrichtungen verbessert. Die Förderinitiative ist somit ein bedeutendes Werkzeug, um der weiteren Abwanderung in den demographisch benachteiligten Landkreisen entgegenzuwirken. Ohne diese Förderung wären die wirklich wichtigen und für die Gemeinden und ihre Bevölkerung äußerst wertvollen Sanierungsmaßnahmen nicht zu schultern gewesen. „Wir in Marktrodach sind deshalb der Bayerischen Staatsregierung sehr dankbar für diese Initiative und schließen in diesen Dank die gute Arbeit der staatlichen Behörden ein, die mit ihrer Abwicklung befasst waren.“, so Gräbner.


17. Juni 2020
Historisches Pfarrhaus in Seibelsdorf könnte in altem Glanz erstrahlen

Viele Seibelsdorfer verbinden mit dem historischen Pfarrhaus positive Erinnerungen. Seien es Zusammenkünfte im Erdgeschoss oder packende Tischtennisspiele im eigentlich nicht ausgebauten Dachboden. Nur der erste Stock war teils tabu, befanden sich dort die Wohnräume des Pfarrers.

Zwischenzeitlich wird das wunderschöne Gebäude samt großräumigem Pfarrgarten nur noch sporadisch genutzt – steht also faktisch leer. In den vergangenen Jahren hat sich ein enormer Sanierungsaufwand aufgetürmt.

Durch die Förderoffensive Nordostbayern des Freistaates Bayern bietet sich aber nun die Gelegenheit, die Finanzierung einer Generalsanierung auf die Beine zu stellen. Auch wenn sich das Gebäude noch in kirchlicher Hand befindet, hat der Markt Marktrodach das Architekturbüro Schöttner mit der Erstellung eines Nutzungskonzeptes sowie förderantragsfähiger Unterlagen beauftragt. Hintergrund dabei ist unter anderem, dass die Mittel aus der Förderoffensive nur von einer Kommune in Anspruch genommen werden können.

Dazu fanden in den letzten Monaten verschiedene Untersuchungen sowie Abstimmungen mit Behörden wie dem Landesamt für Denkmalpflege, dem Amt für ländliche Entwicklung sowie der Regierung von Oberfranken statt.
Der Großteil des Gartens sowie das Erdgeschoss sollen für Zusammenkünfte der örtlichen Vereine sowie der dörflichen Gemeinschaft genutzt werden, sei es für Sitzungen, Veranstaltungen oder einfach zum gemütlichen Beisammensein. Im ersten Stock entstünden mehrere Wohneinheiten.

Die Finanzierung teilt sich grob gesagt so auf, dass der öffentliche Bereich mit Mitteln aus der Förderoffensive Nordostbayern durch das Amt für ländliche Entwicklung und für den Wohnbereich die Wohnraumförderung (Regierung von Oberfranken) genutzt werden soll. Der im Detail steckende Teufel macht aber auch leider vor dem Pfarrhaus keinen Halt.

Bei einer geschätzten Bausumme von etwas mehr als zwei Millionen Euro verbliebe ein beträchtlicher Eigenanteil beim Markt Marktrodach. Nachdem die Förderoffensive Nordostbayern im Jahr 2020 ausläuft und Anträge möglichst noch im Juni zu stellen sind, bleibt nicht mehr viel Zeit für eine Entscheidung. Diese wird daher der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, den 18.06.2020, in der Rodachtalhalle treffen. Aufschlag um 19:00 Uhr – Wortgefechte statt Ballwechsel – es wird spannend.


24. Mai 2020
Neuer Gemeinderat ging in Klausur: Marktrodach schafft Zukunft

Marktrodach. Am vergangenen Freitag, den 22. Juni 2020 von 17.00 bis 21.00 Uhr lud Erste Bürgermeister Norbert Gräbner das neue Ratsgremium zur Klausurtagung in die Rodachtalhalle ein. Unter dem Motto: „Marktrodach schafft Zukunft“ konnten sich die neu gewählten Mandatsträger/-in ein Bild über die zukunftsgerichteten Investitionen machen, die bereits der vorherige Gemeinderat mit Ersten Bürgermeister Norbert Gräbner auf dem Weg gebrachten haben. Es gilt nun diese Projekte in den nächsten 2-3 Jahren konstant und fokussiert umzusetzen, da die Förderkulissen zum Teil Ende 2022 ablaufen.

Pfarrhaus Seibelsdorf

In den nächsten Wochen wird der Marktgemeinderat eine Entscheidung über die Zukunft des alten Pfarrhauses in Seibelsdorf vornehmen müssen. Dieses Anwesen wurde vorsorglich ebenfalls bei der Förderoffensive angemeldet. Was daraus entstehen könnte, die Finanzierungsmöglichkeiten sowie das weitere Vorgehen wird in einer der nächsten Sitzungen im Juni vorgestellt, nachdem der Fördergeber vor drei Wochen erklärte, dass die Antragsfrist von 31.12.2020 eine Abgabefrist bis zum 3.7.2020 vorgeschalten wurde. Seitdem laufen die Vorbereitungen und Gespräche auf Hochtouren.


25. Juni 2018
Förderoffensive Nordostbayern – Was steckt dahinter?

Das Gebiet Nordostbayern war in den letzten 2 Jahrzehnten besonders vom wirtschaftlichen Strukturwandel gezeichnet. Die Folgen sind erhebliche Bevölkerungsverluste und zahlreiche Leerstände, wodurch die Attraktivität der Stadt- und Ortskerne spürbar abnimmt.

Im Rahmen der Städtebauförderung und der Dorferneuerung wird daher in den Jahren 2017 bis 2020 die Förderung von Maßnahmen zur Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen in den oberfränkischen Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel i.F. sowie der kreisfreien Stadt Hof auf einen erhöhten Fördersatz von 90% angehoben. Die Aufstockung der Finanzhilfen soll insgesamt zu einer deutlichen Aufwertung der Region führen und die Zuwanderung fördern.

Was wird gefördert?

Anträge sind vorrangig für Objekte möglich,

  • im Besitz der Kommunen,
  • in zentralörtlicher Lage und
  • komplett leer stehend.

Zur Beseitigung der Leerstände sind Sanierungen, Umbauten sowie Abbrüche für Ersatzbauten oder für ortsgerechte Freiflächengestaltung möglich.

Diese Maßnahmen können auch Kommunen außerhalb von laufenden Dorferneuerungsmaßnahmen oder förmlich festgelegten Städtebauförderungsgebieten beantragen.

Die Umsetzung der Förderung erfolgt auf der Grundlage der Städtebauförderrichtlinien und der Dorferneuerungsrichtlinien.

Wo wird gefördert?

Start der Förderoffensive Nordostbayern in Oberfranken.

Welche Projekte in den Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel sowie in der Stadt Hof voraussichtlich wann starten, können Sie den nachfolgenden Projektlisten entnehmen:

Ziel der Förderung

Ziel der Förderoffensive ist die

  • Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen in Nordostbayern zur
  • Verbesserung der Standortbedingungen für Wohnen und Wirtschaft sowie die
  • Aufwertung der gesamten Region.

 

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind die kreisfreie Stadt Hof und alle Kommunen in den Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel i.F. Aus der Oberpfalz ist der Landkreis Tirschenreuth einbezogen.

Förderzeitraum?

Maßnahmen in den Jahren 2017 bis 2020 (Bewilligungszeitraum).
Schlussabrechnung der Maßnahmen bis 2022 (letzte Auszahlung von Fördermitteln).

Was ist förderfähig?

Voraussetzung ist, dass ein schlüssiges Konzept für die geplanten Maßnahmen vorliegt.

  1. Vorbereitende Maßnahmen
    • Planungen,
    • Konzepte,
    • Beratung
  2. Ordnungsmaßnahmen
    • Grunderwerb (Verkehrswertgutachten)
    • Neuordnung (z.B. öffentliche Erschließung)
    • Freilegung und notwendige Maßnahmen (z.B. Abbruch), mit denen die städtebauliche Neuordnung vorbereitet wird.

Der Abbruch von Baudenkmälern ist nicht förderfähig.

  1. Baumaßnahmen
    Revitalisierung innerörtlicher Leerstände durch

    • Modernisierung
    • Instandsetzung
    • Umbau

Neubau ist nicht förderfähig.

  1. Kommunale Förderprogramme
    • soweit sie zur Revitalisierung innerörtlicher Leerstände beitragen
    • 30% Pauschale aus den anrechenbaren Kosten für Private

Der Markt Marktrodach hat vier Projekte angemeldet:

  • Anwesen Hauptstr. 29 in Unterrodach
  • Anwesen Friedhofsstr. 3 in Unterrodach mit Umgriff Schallersgarten
  • Anwesen An der Markgrafenkirche 4 in Seibelsdorf
  • Anwesen Kulmbacher Str. 5 in Oberrodach

Derzeit laufen die Machbarkeitsstudien. Der Marktgemeinderat muss über deren weitere Schritte künftig beraten.

 

Bau einer Veranstaltungsscheune

01. August 2022 
Material lässt auf sich warten

Der Bau der Veranstaltungsscheune in Unterrodach geht weiter voran, nachdem nach zahlreichen Wochen der Verspätung zuerst die Fensterrahmen und dann später die Scheiben der Fenster geliefert werden konnten.

Nun können die Trockenbau- und Elektroarbeiten vorgenommen werden.

Die heimische Firma Dennewill konnte mittlerweile das Gewerk Zimmererarbeiten abschließen. Auch die Sandsteinarbeiten sind nahezu fertiggestellt.

Anbei finden Sie einige Impressionen über den derzeitigen Baustand.


04. April 2022
Richtfest im Schallersgarten

Im kleinen Rahmen wurde kürzlich das Richtfest der Veranstaltungsscheune im Schallersgarten gefeiert. Erster Bürgermeister Norbert Gräbner freute sich zusammen mit seiner Bauamtsleiterin Katja Wich, Kämmerer Andreas Buckreus, 2. Bürgermeister Thomas Hümmrich, 3. Bürgermeister und MfM-Fraktionsvorsitzenden  Roland Pompe sowie den Fraktionsvorsitzenden Ewald Müller (FW/ÜWG) über den gut gelungenen Bau der Festscheune. Natürlich fehlten auch Vertreter der für den Bau verantwortlichen Firmen nicht. „Ein Richtfest zu feiern ist ein schöner Brauch. Äußert sich doch darin die Freude, etwas Schönes vollbracht und die Inbetriebnahme des Bauwerks vor Augen zu haben. Heute machen wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer Veranstaltungscheune für den Markt Marktrodach“, so Bürgermeister Gräbner in seiner Festrede. In seinem Richtspruch meinte Heinrich Dennewill, Chef der gleichnamigen Holzbaufirma in Unterrodach, dass die Veranstaltungsscheune mit dem Festplatz bestimmt eine Zierde für die Gemeinde sei. Er lobte die saubere Arbeit von Architekt, Statiker, Fachplaner und allen Handwerkern und Firmen, die bisher an dem Bau beteiligt waren.

Schon in der Vergangenheit war der sogenannte Schallersgarten der Festplatz für verschiedene Veranstaltungen wie Kerwa oder Schützenfest. Der Schallersgarten war damals noch in Privatbesitz, wurde aber den Vereinen zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2015 erwarb die Gemeinde das Areal. Im gleichen Jahr wurde mit den Bürgern ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet. Damals hieß es „Der Schallersgarten soll auch in Zukunft für Verantaltungen genutzt werden Außerdem wird der Bereich durch eine Erweiterung des Museums an Bedeutung gewinnen. Die Fläche soll umgestaltet und aufgewertet werden.“ Es war klar, dass es sich dabei um das zentrale Projekt der innerörtlichen Entwicklung handeln wird. Das gesellschaftliche Herz Unterrodachs sollte künftig im Schallersgarten schlagen.

Im Januar 2017 startete die Bayerische Staatsregierung die Förderoffensive Nordostbayern, um die Landkreise Kronach, Hof, Kulmbach und Wunsiedel zu stärken. Dabei wird die Beseitigung oder Sanierung von Leerständen mit einem Fördersatz von 90 Prozent gefördert. Es fand ein Termin mit der Regierung von Oberfranken statt. Dabei wurde vorgeschlagen, dass das leerstehende Haus Friedhofstraße 3, die leerstehende Scheune und der Garten als Gesamtpaket zu sehen sind. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Nutzungskonzepte erarbeitet.

Ende 2017/Anfang 2018 wurde diese Machbarkeitsstudie durch die Büros Transform und Schöttner erstellt und verschiedene Verianten ausgearbeitet. Das Ergebnis lautete: Schaffung eines Festraumes für Geburtstage, Hochzeiten und Leichtrunk, Nutzung des Raums auch für das Museum und Vereine sowie Nutzung des Gartens für die Öffentlichkeit und als Fußweg zum Friedhof, da die Straße keinen Gehweg hat. Fördergespräche bei der Regierung von Oberfranken, die Erstellung von Planungsunterlagen und im Oktober 2019 der Durchführungsbeschluss und Förderantrag schlossen sich an. Schon im November 2019 erhielt man den Förderbescheid.

 

Zahlen und Fakten:

Geplante Bausumme:  1.999.000 Euro

Förderfähige Kosten:  1.830.800 Euro

Förderung:                      1.647.700 Euro

 

Konzept:

  • Teilabriss der Friedhofstraße 3 und Schaffung eines Lagerraums im Erdgeschoss.
  • Terassenböschung entlang der Stützmauer der Friedhofstraße (Stabilisierung der Straße, Schaffung eines Gehwegs entlang der Friedhofstraße, Aufenthaltsbereich für Feste)
  • Umbau der Scheune in einen beheizbaren Veranstaltungsraum für Privatleute, Vereine, Museum, Gemeinde.
  • Bau eines einzeln benutzbaren Toilettengebäudes
  • Gestaltung des Gartens als Ort für Vereinsveranstaltungen. Die Detailplanung steht noch nicht und erfolgt zusammen mit den Vereinen. Nach Rücksprache mit der Regierung von Oberfranken wurde dieser Bereich in den Zuschussunterlagen noch nicht im Detail geplant, um eine Bürgerbeteiligung zu ermöglichen.

Auflagen:

  • Die Kubatur der Scheune muss erhalten bleiben
  • Soweit möglich sind Materialien wieder zu verwenden (Bälken, Sandstein, Steinfließen).

 


13. August 2021
Neues von der Förderoffensive Nordostbayern

Schallersgarten/Festscheune Unterrodach

Ein weiteres Projekt, welches im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern gefördert wird, ist der Bau einer Festscheune sowie die Umgestaltung des umliegenden „Schallersgartens“ im Zentrum von Unterrodach. Durch eine Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Schöttner aus Wallenfels kam die Idee zum Umbau der dortigen Scheune zu einem Tagungs- und Festsaal, welcher Raum für Geburtstage, Jubiläen, Hochzeiten oder Schulungen, aber auch zum Zusammenkommen nach Beerdigungen bieten könnte. Da der „Schallersgarten“ seit jeher als Festplatz der Unterrodacher Flößerkirchweih diente, soll auch der Garten für Feste unter freiem Himmel umgestaltet werden. In diesem Zuge wird außerdem ein sicherer, barrierefreier Weg zum Unterrodacher Friedhof entstehen. Der Förderbescheid der Regierung von Oberfranken über rund 1,65 Mio. Euro liegt vor und auch der Bauantrag wurde bereits genehmigt, jedoch gestaltete sich die detaillierte Erschließungsplanung aufgrund strenger hochwasser- und brandschutzrechtlicher Vorgaben als echte Herausforderung. Kleinste Änderungen in einem Plan zogen eine ganze Reihe an Änderungen in den weiteren Fachplanungen nach sich, weshalb sich der Baubeginn deutlich verzögerte. Kürzlich konnte die Firma Dennewill aus Unterrodach aber mit den Abbrucharbeiten beginnen und zerlegte die Scheune fachgerecht in ihre Einzelteile. Dies ist besonders wichtig, da so viele Materialen wie möglich in der neuen Scheune wieder eine Verwendung finden sollen – so die Vorgaben der Förderbehörde. Im Anschluss wird die Firma Bau-Service Pfadenhauer aus Wilhemsthal mit den Baumeisterarbeiten beginnen und die Bodenplatte gießen. Im nächsten Schritt realisieren die Firmen Dennewill und Hofmann Stahl- und Leichtmetallbau aus Wallenfels dann gemeinsam das Grundgerüst der neuen Festscheune in einer kombinierten Holzständer-Stahlbauweise.

Besonders freut uns, dass bei den Ausschreibungen so viele regionale Unternehmen zum Zug gekommen sind, was die Abläufe und Baubesprechungen deutlich vereinfacht. Die Fachplanung für Elektro, Heizung und Sanitär wird als nächstes vergeben. Aktuell laufen außerdem die Vorbereitungen der Ausschreibung zum Abriss des dazugehörigen Hauses in der Friedhofstraße 3. In diesem Zuge soll auch der seit dem großen Wasserrohrbruch nur provisorisch versiegelte Straßenabschnitt direkt vor diesem Anwesen in der Friedhofsstraße saniert werden. Wenn die Hochbauarbeiten abgeschlossen sind, wird als letzter Schritt die Außenanlage in Angriff genommen.


24. Mai 2020
Neuer Gemeinderat ging in Klausur: Marktrodach schafft Zukunft

Marktrodach. Am vergangenen Freitag, den 22. Juni 2020 von 17.00 bis 21.00 Uhr lud Erste Bürgermeister Norbert Gräbner das neue Ratsgremium zur Klausurtagung in die Rodachtalhalle ein. Unter dem Motto: „Marktrodach schafft Zukunft“ konnten sich die neu gewählten Mandatsträger/-in ein Bild über die zukunftsgerichteten Investitionen machen, die bereits der vorherige Gemeinderat mit Ersten Bürgermeister Norbert Gräbner auf dem Weg gebrachten haben. Es gilt nun diese Projekte in den nächsten 2-3 Jahren konstant und fokussiert umzusetzen, da die Förderkulissen zum Teil Ende 2022 ablaufen.

Festscheune für Marktrodach

Festscheune

 

Das Anwesen Friedhofstr. 3 in Unterrodach wurde ebenfalls der Förderoffensive gemeldet. Aufgrund der städtebaulich wichtigen Lage und der unmittelbaren Nähe zum Flößermuseum wurde der Umgriff mit einbezogen und genehmigt. Hier entsteht somit für alle Bürgerinnen und Bürger eine moderne Festscheune mit traditioneller Umgebung. Themenbezogene Veranstaltungen und Privatfeiern können somit im Licht des Flößermuseums gefeiert werden. Die zu fördernde Summe liegt bei ca. 2 Millionen Euro, die mit einer Zuwendung von 1,650 Euro verbeschieden wurde. Derzeit ist die Planungsphase abgeschlossen und die Pläne liegen bei der Regierung von Oberfranken zur Genehmigung. Das Ziel ist es ebenfalls im Sommer zu beginnen.

 


6. Dezember 2019
Förderbescheid zur Neugestaltung des Schallersgartens eingetroffen

Der Gemeinderat hat in der Oktober Sitzung die Entwurfspläne des Architekturbüros Schöttner zum Areal Schallersgarten genehmigt und die Verwaltung beauftragt einen Zuwendungsantrag zu stellen. Zwischenzeitlich hat die Regierung von Oberfranken einen Förderbescheid zum Projekt „Revitalisierung des Anwesens Friedhofstraße 3; Veranstaltungsscheune im Schallersgarten“ erlassen. Bei kalkulierten Gesamtkosten von 1.999.000 € wurde eine Fördersumme von 1.647.700 € gewährt. Derzeit laufen die konkreten Umsetzungsplanungen. Eine der wichtigsten Grundlagen hierfür wird ein Baugrundgutachten sein, dass noch im Dezember erstellt wird. Von diesem hängt z.B. die Ausführung der Fundamente ab. Aus dem Bescheid geht auch hervor, dass die Gestaltung der Außenanlagen vor Verwirklichung noch geändert und angepasst werden kann. Dies trägt dem Wunsch der Vereine und der Bürgerschaft Rechnung, im Verlauf des kommenden Jahres in die Planungen einbezogen zu werden.


24. Oktober 2019
Projekt Schallersgarten: Erster Schritt ist getan

Auf Grundlage verschiedener Voruntersuchungen, Terminen mit Vereinen und Bürgerschaft, aber auch einer von der Regierung von Oberfranken geförderten Machbarkeitsstudie hat sich eine Nutzung für den sogenannten Schallersgarten herauskristallisiert. Vom Architekturbüro Schöttner wurde eine Maßnahmenentwurf erstellt, der mit der Regierung von Oberfranken abgestimmt wurde. In seiner Sitzung vom 14. Oktober 2019 hat der Marktgemeinderat einen einstimmigen Durchführungsbeschluss gefasst.

Mit Mitteln der Förderoffensive Nordostbayern soll das Gebäude Friedhofstraße 3 abgebrochen werden. Im derzeitigen Keller an der Mauer entsteht ein Lagerraum vorrangig fürs Flößermuseum. Die Mauer, auf der die Friedhofstraße gegründet ist, wird durch eine Abböschung abgestützt. Auf dieser entstehen nicht nur Sitzstufen zum Verweilen, sondern auch ein barrierefreier Weg, der die Verkehrssituation für Fußgänger deutlich verbessert.

Eine Gestaltung der Grünfläche wird ebenfalls gefördert. Das bisherige Konzept bleibt an dieser Stelle bewusst wage, da wir die Wünsche und Anregungen der örtlichen Vereine einbeziehen wollen. Am Ende soll ein Platz für Feste aller Art, aber auch als Erholungsraum für die Bürgerinnen und Bürger entstehen. Maßgabe der Regierung von Oberfranken ist, dass ein ländlicher Charakter erhalten bleibt.

Kern des Gartens wird die bisherige Scheune. An dieser Stelle entsteht ein Veranstaltungsraum, sowohl für die örtlichen Vereine, aber auch für Privatpersonen, die dort beispielsweise einen Geburtstag, eine Hochzeit, aber auch einen Leichenschmaus feiern können. Nicht zuletzt kann auch die Gemeinde diesen Raum für Veranstaltungen mit gewissem Flair nutzen.

Die ersten Schritte sind getan, um den Schallersgarten aus seinem Dornröschenschlaf zu heben. Aber wir sind guter Dinge, dass dort Bald das Herz der örtlichen Gemeinschaft schlagen wird.


25. Juni 2018
Förderoffensive Nordostbayern – Was steckt dahinter?

Das Gebiet Nordostbayern war in den letzten 2 Jahrzehnten besonders vom wirtschaftlichen Strukturwandel gezeichnet. Die Folgen sind erhebliche Bevölkerungsverluste und zahlreiche Leerstände, wodurch die Attraktivität der Stadt- und Ortskerne spürbar abnimmt.

Im Rahmen der Städtebauförderung und der Dorferneuerung wird daher in den Jahren 2017 bis 2020 die Förderung von Maßnahmen zur Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen in den oberfränkischen Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel i.F. sowie der kreisfreien Stadt Hof auf einen erhöhten Fördersatz von 90% angehoben. Die Aufstockung der Finanzhilfen soll insgesamt zu einer deutlichen Aufwertung der Region führen und die Zuwanderung fördern.

Was wird gefördert?

Anträge sind vorrangig für Objekte möglich,

  • im Besitz der Kommunen,
  • in zentralörtlicher Lage und
  • komplett leer stehend.

Zur Beseitigung der Leerstände sind Sanierungen, Umbauten sowie Abbrüche für Ersatzbauten oder für ortsgerechte Freiflächengestaltung möglich.

Diese Maßnahmen können auch Kommunen außerhalb von laufenden Dorferneuerungsmaßnahmen oder förmlich festgelegten Städtebauförderungsgebieten beantragen.

Die Umsetzung der Förderung erfolgt auf der Grundlage der Städtebauförderrichtlinien und der Dorferneuerungsrichtlinien.

Wo wird gefördert?

Start der Förderoffensive Nordostbayern in Oberfranken.

Welche Projekte in den Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel sowie in der Stadt Hof voraussichtlich wann starten, können Sie den nachfolgenden Projektlisten entnehmen:

Ziel der Förderung

Ziel der Förderoffensive ist die

  • Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen in Nordostbayern zur
  • Verbesserung der Standortbedingungen für Wohnen und Wirtschaft sowie die
  • Aufwertung der gesamten Region.

 

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind die kreisfreie Stadt Hof und alle Kommunen in den Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel i.F. Aus der Oberpfalz ist der Landkreis Tirschenreuth einbezogen.

Förderzeitraum?

Maßnahmen in den Jahren 2017 bis 2020 (Bewilligungszeitraum).
Schlussabrechnung der Maßnahmen bis 2022 (letzte Auszahlung von Fördermitteln).

Was ist förderfähig?

Voraussetzung ist, dass ein schlüssiges Konzept für die geplanten Maßnahmen vorliegt.

  1. Vorbereitende Maßnahmen
    • Planungen,
    • Konzepte,
    • Beratung
  2. Ordnungsmaßnahmen
    • Grunderwerb (Verkehrswertgutachten)
    • Neuordnung (z.B. öffentliche Erschließung)
    • Freilegung und notwendige Maßnahmen (z.B. Abbruch), mit denen die städtebauliche Neuordnung vorbereitet wird.

Der Abbruch von Baudenkmälern ist nicht förderfähig.

  1. Baumaßnahmen
    Revitalisierung innerörtlicher Leerstände durch

    • Modernisierung
    • Instandsetzung
    • Umbau

Neubau ist nicht förderfähig.

  1. Kommunale Förderprogramme
    • soweit sie zur Revitalisierung innerörtlicher Leerstände beitragen
    • 30% Pauschale aus den anrechenbaren Kosten für Private

Der Markt Marktrodach hat vier Projekte angemeldet:

  • Anwesen Hauptstr. 29 in Unterrodach
  • Anwesen Friedhofsstr. 3 in Unterrodach mit Umgriff Schallersgarten
  • Anwesen An der Markgrafenkirche 4 in Seibelsdorf
  • Anwesen Kulmbacher Str. 5 in Oberrodach

Derzeit laufen die Machbarkeitsstudien. Der Marktgemeinderat muss über deren weitere Schritte künftig beraten.

 


6. Februar 2018
Förderoffensive Nordostbayern zieht durch Marktrodach

Das Gebiet Nordostbayern war in den letzten 2 Jahrzehnten besonders vom wirtschaftlichen Strukturwandel gezeichnet. Die Folgen sind erhebliche Bevölkerungsverluste und zahlreiche Leerstände, wodurch die Attraktivität der Stadt- und Ortskerne spürbar abnimmt.

Im Rahmen der Städtebauförderung und der Dorferneuerung wird daher in den Jahren 2017 bis 2020 die Förderung von Maßnahmen zur Beseitigung von Leerständen in den oberfränkischen Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel i.F. sowie der kreisfreien Stadt Hof auf einen erhöhten Fördersatz von 90% angehoben. Die Aufstockung der Finanzhilfen soll insgesamt zu einer deutlichen Aufwertung der Region führen und die Zuwanderung fördern.

Der Markt Marktrodach hat in diesem Zuge mehrere Projekte angemeldet. U.a. das gemeindliche Anwesen Friedhofstraße 3 (das Gebäude direkt an der Friedhofsstraße in unmittelbarer Nähe des Flößermuseums in Unterrodach). Da für dieses Gebäude bei Antragsstellung kein tragfähiges Konzept vorlag, hat die Regierung von Oberfranken angeregt, zunächst eine Machbarkeitsstudie zum Gebäude zu erstellen, in die auch die Nutzung des Schallersgartens und der darauf stehenenden Scheune einbezogen wird. Diese Studie wird ebenfalls mit 90 % gefördert.

Im Rahmen der durch die Förderoffensive Nordostbayern zu erstellenden Machbarkeitsstudie zur Friedhofstraße 3 und dem Schallersgarten fand vor einigen Tagen ein Gespräch zur Entwicklung des Flößermuseums statt. Auch wenn das Museum aus fördertechnischen Gründen nicht in die Machbarkeitsstudie aufgenommen werden konnte (weil nicht leerstehend), wird es die künftige Nutzung des Schallersgartens sowie des erwähnten Anwesens maßgeblich mit beeinflussen und kann daher nicht außen vor bleiben.

Das planende Büro transform aus Bamberg, die Landschaftsarchitekten Ammermann & Döhler ebenfalls Bamberg sowie das Architekturbüro Schöttner aus Wallenfels hießen hierzu neben den Vertretern der Gemeindeverwaltung, die Vertreter des Floßvereins Unterrodach mit Herrn Friedrich Fricke, Hubert Dietl sowie Michael Thiemann, Frau Dr. Reindl von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, Frau Christoph vom Bezirk Oberfranken sowie Frau Kulturreferentin Gisela Lang herzlich willkommen.

Beim Gespräch wurden zunächst die Stärken und Schwächen des Museums beleuchtet. Die Schwächen wurden insbesondere in der nicht mehr zeitgemäßen Präsentation des Themas Flößerei, der fehlenden Kinderfreundlichkeit sowie mangelndere sanitärer Anlagen lokalisiert. Zudem ist das Museum räumlich begrenzt. Ein wesentliches Ziel bei der laufenden Machbarkeitsstudie wird es daher sein, diesen Schwächen entgegen zu steuern, ohne gleichzeitig die Funktion des Schallersgartens als einen zukünftigen Treffpunkt für die Bevölkerung in der Ortsmitte von Unterrodach einzuschränken.


12. Mai 2017
Förderoffensive Nordostbayern: Drei Projekte in Marktrodach für 2017 ausgewählt

Der Freistaat Bayern hat für das nordöstliche Oberfranken ein Förderprogramm zur Beseitigung vom Leerständen aufgelegt. Die Förderquote liegt bei 90%. In Marktrodach wurden drei Projekte zur Umsetzung in das Jahr 2017 ausgewählt. Dabei handelt es sich um Machbarkeitsstudien zur Sanierung der gemeindlichen Anwesen Friedhofstraße 3 unter Einbeziehung des Schallersgartens inklusive Scheune, Hauptstraße 29 und des alten Rathauses in Oberrodach. Abhängig von den Ergebnissen der Planer sollen ab dem Jahr 2018 dann konkrete Maßnahmen an den drei Gebäuden umgesetzt werden.

 


3. April 2017
ISEK: Konzept macht Fortschritte

Einen kleinen aber effektiven Kreis von Bürgern konnte Bürgermeister Norbert Gräbner neben den Referenten des Büros transform aus Bamberg zur Bürgerwerkstadt in der Rodachtalhalle begrüßen. Bereits im Sommer letzten Jahres wurde das Büro transform mit der Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) beauftragt. Bei der Auftaktveranstaltung am 22. Juli wurden bereits erste Maßnahmen und Ideen zu verschiedenen Themenfeldern erarbeitet. In Arbeitsgruppen und Expertenrunden befasste man sich dann näher mit den Themen. Auch die Vereine hatten sich zusamengesetzt und ein Positionspapierzur Nutzung des Areals Schallersgarten erstellt. Die Planer haben mittlerweile Ideen, Wünsche und Vorschläge zusammengefasst, inhaltlich geordnet und ergänzt. Die „Lenkungsgruppe“, das sind Bürgermeister Gräbner, Isabell Strehle von der Regierungs von Oberfranken, Fraktionsvorsitzende, Verwaltung und die Planer von transform, steuere den Prozess. Man habe sich immer wieder getroffen, um wichtige Schritte und Vorgehensweisen abzustimmen, so Yvonne Slanz vom Büro transform. Nun sollen diese Ziele und Maßnahmen weiter ergänzt und priorisiert werden.

Das Themenfeld „Städtebau, Freiraum, historisches Erbe“ beleuchtete Stadtplaner Markus Schäfer. Er sprach die alte Bausubstanz, die besondere Flusslage und die vielen Mühlen an. Aber es gebe auch Schwächen. Man habe unter anderem wenig Verständnis für Denkmalpflege. Die Umsetzung vieler Ideen und Projekte würde an der mangelnden Mitwirkungsbereitsschaft der Eigentümer scheitern. Leerstände sollten vermieden und alternative Wohnformen angeboten werden, um junge Leute in den alten Ort zu holen. Auch den Rückbau störender Nebengebäude, die Instandsetzung von Fußwegverbindungen und Wanderwegen entlang der Rodach sprach Schäfer unter anderem an.

Im Bereich „Mobilität, Verkehr, Energie“ ging Yvonne Slanz auf festgestellte Stärken und Schwächen ein. Störend sei die hohe Lärmbelastung und fehlende Querungshilfen an den Bundesstraßen. Die mangelnde ÖPNV-Verbindung abends und an den Wochenenden könnte durch Einsatz des Bürgerbusses verbessert werden. Hier könne das angedachte Mobilitätskonzept des Landkreises Abhilfe schaffen.

Slanz stellte in Bezug auf „Tourismus, Kultur, Freizeit und Naherholung“ fest, dass Marktrodach zwar gute Rad- und Wanderwege habe, die Flößerkultur hochhalte, Sporteinrichtungen vorhalte und  auch diverse Aktivitäten wie Beachparty, Schubkarrenrennen und Biergärten vorhalte, aber als Tourismusort sei Marktrodach kaum wahrzunehmen. Es gebe nur noch wenige Gaststätten und qualifizierte Unterkünfte, auch die Pflege der Traditionen nehme ab und das Museumsangebot stagniere. Um die Tourismuszahlen zu steigern wären Erhalt und Weiterentwicklung von Rad- und Wanderwegen, des Flößermuseums sowie der Sportkultur und mehr Übernachtungsmöglichkeiten nötig.

Eine hohe Standortzufriedenheit der Gewerbetreibenden und eine gute Verkehrsanbindung bescheinigte Yvonne Slanz im Bereich „Lokale Ökonomie“.  Negativ sei die schlechte Nahversorgung in den Ortskernen und es gebe Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu bekommen oder zu halten. Marktrodach sei gut aufgestellt, eine Belebung durch den Einzelhandel in den Ortsmitten sei aber unwahrscheinlich. Hier sei das Ziel die Stärkung der Ökonomie vor Ort, die Erweiterung des Gewerbegebietes und die Stärkung der Kommunikation zwischen Betrieben und Schulen, um die Jugendlichen vor Ort zu binden. Die Nahversorgung könne durch den Ausbau eines Lieferservices und  den Aufbau eines Nachbarschaftsnetzes gesichert werden.

Im Bereich „Bildung, Soziales, Daseinsvorsorge“ fiel Markus Schäfer auf, dass Marktrodach Kinderbetreuung, Grundschule, Ferienprogramm und ein aktives Vereinsleben vorweise,  aber wenig vereinsunabhängige Freizeitangebote für Jugendliche, keine Fachärzte und keine alternativen Wohnangebote für ältere Leute biete. Ziele seien unter anderem die Steigerung von Nachbarschaften, Verbesserung der Situation für Jugendliche, Konzepte für eine Standortprüfung Ärztehaus und Betreutes Wohnen im Alter sowie Generationen übergreifende Treffpunkte.

Abschließend nahm Yvonne Slanz den Punkt „Image, Identität, Alleinstellungsmerkmale“ Marktrodachs unter die Lupe. „Die Ortsteile haben ihre eingenen Identitäten und Traditionen“, stellte sie fest. Ein Miteinander der Ortsteile und Gemeindeverständnis seien kaum ausgeprägt, es gebe kein einheitliches Leitbild. Eine Ausnahme sei die Vernetzung von Vereinen. Das Ziel sei die Entwicklung einer gemeinsamen Identität, die Stärkung der Erinnerungskultur Flößerei Unterrodach sowie thematisch gestaltete Ortstafeln.

Anschließend teilten sich die Bürger in vier Gruppen auf und schrieben zu den jeweiligen Themen ihre Meinung, neue Ideen, Ziele oder Lösungsvorschläge auf. Zum Schluss wurden Punkte für die verschiedenen Bereiche vergeben, für besonders wichtige Maßnahmen Masterpunkte. Herauskristallisiert habe sich, dass man im Großen und Ganzen auf dem richtigen Weg sei. Manches vordringlich Gewünschte wurde schon angegangen und es zeigte sich, dass einiges auch umgesetzt werden kann.

Als sehr wichtig wurden dabei ein Nutzungskonzept für das Areal Schallersgarten, die Sanierung des alten Rathauses Oberrodach und des Hauses Hauptstraße 29 in Unterrodach angesehen. Dringend gewünscht wird ein Ärztehaus, eventuell verbunden mit „Betreutem Wohnen“. Auch der Wunsch nach der Optimierung von einigen fußläufigen Verbindungen kam deutlich zum Ausdruck. In den nächsten Monaten wird sich die Lenkungsgruppe um die einzelnen Themen weiter bemühen und, wenn alles gut läuft, im Herbst einen detaillierten Bericht vorlegen können.bel


14. März 2017
Bürgerwerkstatt war nicht gut besucht: ISEK Marktrodach
Aber Konzept macht FortschritteEinen kleinen aber effektiven Kreis von Bürgern konnte Bürgermeister Norbert Gräbner neben den Referenten des Büros transform aus Bamberg zur Bürgerwerkstadt in der Rodachtalhalle begrüßen. Bereits im Sommer letzten Jahres wurde das Büro transform mit der Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) beauftragt. Bei der Auftaktveranstaltung am 22. Juli wurden bereits erste Maßnahmen und Ideen zu verschiedenen Themenfeldern erarbeitet. In Arbeitsgruppen und Expertenrunden befasste man sich dann näher mit den Themen. Auch die Vereine hatten sich zusammengesetzt und ein Positionspapier zur Nutzung des Areals Schallersgarten erstellt. Die Planer haben mittlerweile Ideen, Wünsche und Vorschläge zusammengefasst, inhaltlich geordnet und ergänzt. Die „Lenkungsgruppe“, das sind Bürgermeister Gräbner, Isabell Strehle von der Regierung von Oberfranken, Fraktionsvorsitzende, Verwaltung und die Planer von transform, steuere den Prozess. Man habe sich immer wieder getroffen, um wichtige Schritte und Vorgehensweisen abzustimmen, so Yvonne Slanz vom Büro transform. Nun sollen diese Ziele und Maßnahmen weiter ergänzt und priorisiert werden.Das Themenfeld „Städtebau, Freiraum, historisches Erbe“ beleuchtete Stadtplaner Markus Schäfer. Er sprach die alte Bausubstanz, die besondere Flusslage und die vielen Mühlen an. Aber es gebe auch Schwächen. Man habe unter anderem wenig Verständnis für Denkmalpflege. Die Umsetzung vieler Ideen und Projekte würde an der mangelnden Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer scheitern. Leerstände sollten vermieden und alternative Wohnformen angeboten werden, um junge Leute in den alten Ort zu holen. Auch den Rückbau störender Nebengebäude, die Instandsetzung von Fußwegverbindungen und Wanderwegen entlang der Rodach sprach Schäfer unter anderem an.Im Bereich „Mobilität, Verkehr, Energie“ ging Yvonne Slanz auf festgestellte Stärken und Schwächen ein. Störend sei die hohe Lärmbelastung und fehlende Querungshilfen an den Bundesstraßen. Die mangelnde ÖPNV-Verbindung abends und an den Wochenenden könnte durch Einsatz des Bürgerbusses verbessert werden. Hier könne das angedachte Mobilitätskonzept des Landkreises Abhilfe schaffen.Slanz stellte in Bezug auf „Tourismus, Kultur, Freizeit und Naherholung“ fest, dass Marktrodach zwar gute Rad- und Wanderwege habe, die Flößerkultur hochhalte, Sporteinrichtungen vorhalte und  auch diverse Aktivitäten wie Beachparty, Schubkarrenrennen und Biergärten vorhalte, aber als Tourismusort sei Marktrodach kaum wahrzunehmen. Es gebe nur noch wenige Gaststätten und qualifizierte Unterkünfte, auch die Pflege der Traditionen nehme ab und das Museumsangebot stagniere. Um die Tourismuszahlen zu steigern wären Erhalt und Weiterentwicklung von Rad- und Wanderwegen, des Flößermuseums sowie der Sportkultur und mehr Übernachtungsmöglichkeiten nötig.Eine hohe Standortzufriedenheit der Gewerbetreibenden und eine gute Verkehrsanbindung bescheinigte Yvonne Slanz im Bereich „Lokale Ökonomie“.  Negativ sei die schlechte Nahversorgung in den Ortskernen und es gebe Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu bekommen oder zu halten. Marktrodach sei gut aufgestellt, eine Belebung durch den Einzelhandel in den Ortsmitten sei aber unwahrscheinlich. Hier sei das Ziel die Stärkung der Ökonomie vor Ort, die Erweiterung des Gewerbegebietes und die Stärkung der Kommunikation zwischen Betrieben und Schulen, um die Jugendlichen vor Ort zu binden. Die Nahversorgung könne durch den Ausbau eines Lieferservices und den Aufbau eines Nachbarschaftsnetzes gesichert werden.Im Bereich „Bildung, Soziales, Daseinsvorsorge“ fiel Markus Schäfer auf, dass Marktrodach Kinderbetreuung, Grundschule, Ferienprogramm und ein aktives Vereinsleben vorweise,  aber wenig vereinsunabhängige Freizeitangebote für Jugendliche, keine Fachärzte und keine alternativen Wohnangebote für ältere Leute biete. Ziele seien unter anderem die Steigerung von Nachbarschaften, Verbesserung der Situation für Jugendliche, Konzepte für eine Standortprüfung Ärztehaus und Betreutes Wohnen im Alter sowie Generationen übergreifende Treffpunkte.Abschließend nahm Yvonne Slanz den Punkt „Image, Identität, Alleinstellungsmerkmale“ Marktrodachs unter die Lupe. „Die Ortsteile haben ihre eigenen Identitäten und Traditionen“, stellte sie fest. Ein Miteinander der Ortsteile und Gemeindeverständnis seien kaum ausgeprägt, es gebe kein einheitliches Leitbild. Eine Ausnahme sei die Vernetzung von Vereinen. Das Ziel sei die Entwicklung einer gemeinsamen Identität, die Stärkung der Erinnerungskultur Flößerei Unterrodach sowie thematisch gestaltete Ortstafeln.

Anschließend teilten sich die Bürger in vier Gruppen auf und schrieben zu den jeweiligen Themen ihre Meinung, neue Ideen, Ziele oder Lösungsvorschläge auf. Zum Schluss wurden Punkte für die verschiedenen Bereiche vergeben, für besonders wichtige Maßnahmen Masterpunkte. Herauskristallisiert habe sich, dass man im Großen und Ganzen auf dem richtigen Weg sei. Manches vordringlich Gewünschte wurde schon angegangen und es zeigte sich, dass einiges auch umgesetzt werden kann.

Als sehr wichtig wurden dabei ein Nutzungskonzept für das Areal Schallersgarten, die Sanierung des alten Rathauses Oberrodach und des Hauses Hauptstraße 29 in Unterrodach angesehen. Dringend gewünscht wird ein Ärztehaus, eventuell verbunden mit „Betreutem Wohnen“. Auch der Wunsch nach der Optimierung von einigen fußläufigen Verbindungen kam deutlich zum Ausdruck. In den nächsten Monaten wird sich die Lenkungsgruppe um die einzelnen Themen weiter bemühen und, wenn alles gut läuft, im Herbst einen detaillierten Bericht vorlegen können. (bel)


Bau eines Ärztehauses

23. Juni 2023
Aktueller Baustand; Ärztehaus Oberrodach

Die Baumaßnahmen im Ärztehaus schreiten sehr gut voran. Seit Anfang 2021 entsteht aus dem ehemaligen Rathaus in der Kulmbacher Straße 5 ein Ärztehaus für ein bis zwei Praxen.

Das Projekt kann dank der Förderoffensive Nordostbayern umgesetzt werden

Anbei finden Sie einen Einblick über den aktuellen Baufortschritt:


29. August 2022
Aktueller Baustand; Ärztehaus Oberrodach

Die Arbeiten rund um das geplante Ärztehaus in Oberrodach gehen weiter voran. Der Bautenzustand zum 17.08.2022 ist wie folgt:

Treppenhausanbau:

Rohbau bis zu 95 % fertiggestellt

in 34. KW Betonage Decke über Aufzugsschacht

bis 35. KW Ausschal- Und Restarbeiten

in 36. KW Dachstuhl aufrichten

 

Haupthaus:

Decke über EG ist komplett beplankt und begehbar

bis 34 . KW Putz an den Innenwänden abschlagen

Reinigung für Beginn Trockenbauarbeiten innen

34. KW Außengerüst Haupthaus stellen

35. KW Beginn Zimmerer- und Dachdeckarbeiten

36. KW Begin Trockenbauarbeiten innen

 


27. Januar 2022 
Abbrucharbeiten haben begonnen

Wir berichteten bereits über die Einreichung des Zuwendungsantrags für Fördergelder aus der Förderoffensive Nordostbayern (FONOB) zur Sanierung des Anwesens in der Kulmbacher Straße 5 in Oberrodach und dessen Umbau zu einem Ärztehaus. Das ehemalige Oberrodacher Rathaus ist damit eines von fünf Objekten in Marktrodach, welche schon lange leer standen und mithilfe von staatlichen Zuschüssen wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden sollen.

Der Zuwendungsbescheid von der Regierung von Oberfranken ist Mitte letzten Jahres eingegangen. Da es sich um ein sogenanntes „rentables Projekt“ handelt, bei dem langfristige Einnahmen durch die Vermietung zu erwarten sind, fällt die Förderung im Verhältnis zu anderen Maßnahmen, die durch FONOB bezuschusst werden, geringer aus. Die Gesamtkosten wurden in der Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Müller Architekten aus Kronach auf rund 1,29 Mio. Euro geschätzt. Laut Zuwendungsbescheid wird die Gemeinde 373.500 Euro aus dem Fördertopf der Regierung von Oberfranken erhalten. Dennoch bringt das Projekt durch die Ansiedlung neuer Ärzte einen immensen Mehrwert für unsere Gemeinde, was auch die Mitglieder des Marktgemeinderates so sahen und die Durchführung zu den genannten Konditionen in ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossen.

Nachdem Förderbescheid und Durchführungsbeschluss nun vorliegen, konnten weitere Detailplanungen gestartet werden. Aktuell konnte der gemeindliche Bauhof vor einigen Tagen mit den Abbrucharbeiten im Innenbereich beginnen.

 


13. August 2021
Neues von der Förderoffensive Nordostbayern

 

Ärztehaus Oberrodach

Im alten Rathaus in der Kulmbacher Straße in Oberrodach soll laut Beschluss des Gemeinderats ein Ärztehaus mit bis zu zwei Praxen entstehen. Um die denkmalgeschützte Fassade zu erhalten, aber dennoch einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen, soll auf der Rückseite des Gebäudes ein Treppenhaus mit Liftanlage angebaut werden. Im Inneren gibt es einiges an Sanierungsbedarf und die Grundrisse müssen auf die Bedürfnisse des Praxisalltags angepasst werden. Die Umsetzung soll mit Hilfe der Förderoffensive Nordostbayern gelingen, welche bereits eine Fördersumme von 373.500 Euro zugesichert hat. Das Büro HTS Plan aus Kronach hat eine Werkplanung erstellt, welche aktuell durch den Brandschutz geprüft wird und freigegeben werden muss. Die Fachplanung für Wärme, Elektro und Sanitär wird aktuell durch die Firma Berndorfer aus Kronach erstellt.

 

 


19. April 2021
Förderoffensive Nordostbayern: Millionenförderung für Marktrodachs Leerstände

 

Die Förderoffensive Nordostbayern (kurz FONOB) von der Regierung von Oberfranken war für die Region ein großer Segen. Von 2017 bis 2020 wurde in den besonders vom wirtschaftlichen Strukturwandel und Bevölkerungsverlusten geprägten Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach, Wunsiedel i.F. und Tirschenreuth sowie in der kreisfreien Stadt Hof der Fördersatz für Maßnahmen zur Revitalisierung der Stadt- und Ortskerne auf 90 Prozent angehoben. Ziel hierbei war es, vor allem Leerstände zu beseitigen und dadurch die Attraktivität der Ortskerne wieder zu steigern.

Auch der Markt Marktrodach konnte mithilfe der FONOB-Förderung einige Projekte angehen. Zwei der insgesamt fünf eingereichten Maßnahmen konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Mit einer Fördersumme von knapp 56.000 Euro wurde im Zentrum von Zeyern ein verfallenes Wohnhaus abgerissen. Auf der Fläche entstand ein Dorfplatz, der nun mit diversen Sitzgelegenheiten zum Verweilen am kleinen Bach einlädt. Weiterhin wurde das Anwesen Hauptstraße 29 in Unterrodach mit Hilfe einer Förderung in Höhe von über 600.000 Euro generalsaniert und zwei moderne Wohnungen geschaffen. Die neuen Bewohner:innen sind bereits eingezogen und erfüllen das fast 200 Jahre alte Haus nach jahrelangem Leerstand endlich wieder mit Leben.

Wo jahrelang ein verfallendes Wohnhaus mitten in Zeyern stand…

…ist durch die Förderoffensive ein liebevoll gestalteter Dorfplatz entstanden.

Zum „best practice“-Beispiel der FONOB wurde die Schaffung von zwei Wohneinheiten in der Hauptstraße 29 in Unterrodach.

Als nächstes starten die Bauarbeiten an der eingestürzten ehemaligen Postscheune in Unterrodach. Die Räumung der Ruine sowie die Schaffung von Parkplätzen im Ortszentrum wird mit gut 200.000 Euro Fördergeldern unterstützt. Für die Neugestaltung des Schallersgartens mit Umbau der alten Scheune zu einer Festscheune mit Tagungs- und Feierräumlichkeiten wurden bereits ein Zuschuss von rund 1,65 Mio. Euro zugesagt.

Eine Kombi-Förderung aus FONOB und Wohnraumförderung durch das Amt für ländliche Entwicklung konnte für die Generalsanierung des Pfarrhauses in Seibelsdorf erreicht werden. Hier sollen Gemeinderäume im Erdgeschoss sowie drei Wohneinheiten im Obergeschoss entstehen. Die voraussichtliche Fördersumme beträgt bei diesem Projekt 1,43 Mio. Euro.

Auch für das geplante Ärztehaus im alten Rathaus in Oberrodach ist mittlerweile der Zuwendungsbescheid über 373.500 Euro eingegangen (mehr hierzu im Bericht über das Ärztehaus). Die fünf Projekte des Marktes Marktrodach werden also mit insgesamt rund 4,3 Mio. Euro aus der Förderoffensive Nordostbayern bezuschusst. Diese Summe steht einem voraussichtlichen Eigenanteil von 2 Mio. Euro gegenüber, welchen die Gemeinde zur Steigerung der Lebensqualität in den Ortsteilen investiert.

Erster Bürgermeister Norbert Gräbner ist begeistert von der Förderinitiative, die seiner Meinung nach richtigerweise gerade dort ansetzt, wo der größte Bedarf und die größte Not der geförderten Gemeinden herrschten. Nur mit Hilfe der Förderinitiative konnte Leerstand beseitigt, das Ortsbild verbessert und wieder Leben in die alten Ortskerne gebracht werden. Daneben wurden auch die gemeindliche Infrastruktur und die Lebensqualität durch wichtige Einrichtungen verbessert. Die Förderinitiative ist somit ein bedeutendes Werkzeug, um der weiteren Abwanderung in den demographisch benachteiligten Landkreisen entgegenzuwirken. Ohne diese Förderung wären die wirklich wichtigen und für die Gemeinden und ihre Bevölkerung äußerst wertvollen Sanierungsmaßnahmen nicht zu schultern gewesen. „Wir in Marktrodach sind deshalb der Bayerischen Staatsregierung sehr dankbar für diese Initiative und schließen in diesen Dank die gute Arbeit der staatlichen Behörden ein, die mit ihrer Abwicklung befasst waren.“, so Gräbner.

 


19. April 2021
Förderoffensive Nordostbayern: Altes Rathaus wird zum Ärztehaus

Im Juli letzten Jahres berichteten wir über die Einreichung des Zuwendungsantrags für Fördergelder aus der FONOB zur Sanierung des Anwesens in der Kulmbacher Straße 5 und dessen Umbau zu einem Ärztehaus. Das ehemalige Oberrodacher Rathaus ist damit eines von fünf Objekten in Marktrodach, welche schon lange leer standen und mithilfe von staatlichen Zuschüssen wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden sollen. Kürzlich ist nun der Zuwendungsbescheid von der Regierung von Oberfranken im Rathaus eingegangen. Da es sich um ein sogenanntes „rentables Projekt“ handelt, bei dem langfristige Einnahmen durch die Vermietung zu erwarten sind, fällt die Förderung verhältnismäßig geringer aus als bei anderen Maßnahmen, welche durch FONOB bezuschusst werden. Die Gesamtkosten wurden in der Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Müller Architekten aus Kronach auf rund 1,29 Mio. Euro geschätzt. Laut Zuwendungsbescheid wird die Gemeinde 373.500 Euro aus dem Fördertopf der Regierung von Oberfranken erhalten. Dennoch bringt das Projekt durch die Ansiedlung neuer Ärzte einen immensen Mehrwert für unsere Gemeinde, was auch die Mitglieder des Marktgemeinderates so sahen und die Durchführung zu den genannten Konditionen in ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossen.

Nachdem Förderbescheid und Durchführungsbeschluss nun vorliegen, können weitere Detailplanungen starten. Aktuell läuft bereits die Werksplanung für den Anbau des Treppenhauses, welches auf der Rückseite des Gebäudes durch eine Rampe und einen Aufzug einen vollkommen barrierefreien Zugang zu den Praxen ermöglichen soll. Die Liftanlage wird außerdem für den Liegendtransport geeignet sein, wodurch die Nutzungsmöglichkeiten auf verschiedene Fachärzte erweitert wird. Die historische Fassade zur Straßenseite hin bleibt hierdurch unverändert erhalten und wird lediglich instandgesetzt, um den typischen Anblick im Ortszentrum zu erhalten. Für diese Planung ist das Büro HTS Plan aus Kronach zuständig, dessen Geschäftsführer Thomas Kleylein sich als Oberrodacher besonders über diesen Auftrag freut.

 

Im Gebäude selbst werden zwei grundrissgleichen Praxen mit jeweils rund 140 m² im Erdgeschoss und im Obergeschoss entstehen. Die Grundrisse werden dabei auf den typischen Praxisalltag angepasst: neben einem Empfang werden jeweils einen Personalzimmer mit eigenem Sanitärraum, ein behindertengerechtes Patienten-WC, ein Wartebereich sowie drei Behandlungs- oder Sprechzimmer entstehen. Ergänzt wird jede Praxis durch ein Büro und einen weiteren Raum, der beispielsweise als Labor oder Lager genutzt werden kann. Durch den Abriss der alten Treppenanlage zwischen Erdgeschoss und dem 1. Stockwerk entstehen auf beiden Etagen zusätzliche Abstellräume. Eine Anpassung der Grundrisse an die speziellen Praxisanforderungen zukünftiger Nutzer oder auch eine Nutzung beider Stockwerke als eine große Praxis ist weiterhin möglich. Hinter dem Gebäude wird ein Parkplatz mit bis zu 14 Stellplätzen entstehen und die Zu- und Abfahrt wird im Einbahnverkehr um das Haus verlaufen. Eine ansprechende Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern rundet die Gestaltung des Außenbereichs ab.

Hier gelangen Sie zum Bericht über die Einreichung des Zuwendungsantrags mit zahlreichen Bildern zur Planung: Bericht Ärztehaus Juli 2020

 


10. Juli 2020
Zuwendungsantrag eingereicht: Ärztehaus in Oberrodach wird konkret

Das Gebiet Nordostbayern war in den letzten 2 Jahrzehnten besonders vom wirtschaftlichen Strukturwandel gezeichnet. Die Folgen sind erhebliche Bevölkerungsverluste und zahlreiche Leerstände, wodurch die Attraktivität der Stadt- und Ortskerne spürbar abnimmt.

Im Rahmen der Städtebauförderung und der Dorferneuerung wurde daher für die Jahre 2017 bis 2020 die Förderung von Maßnahmen zur Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen in den oberfränkischen Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel i.F. sowie der kreisfreien Stadt Hof auf einen erhöhten Fördersatz von 90% angehoben. Die Aufstockung der Finanzhilfen unter dem Titel „Förderoffensive Nordostbayern“ (kurz: FONOB) soll insgesamt zu einer deutlichen Aufwertung der Region führen und die Zuwanderung fördern.

In Marktrodach wurden bis Ende Februar 2017 einige mögliche Projekte unverbindlich angemeldet und zu diesen mehrere Machbarkeitsstudien erstellt. So auch für das Anwesen in der Kulmbacher Straße 5, besser bekannt als das alte Rathaus in Oberrodach. Das ortsbildprägende Sandsteingebäude mit dem kleinen Türmchen direkt an der Bundesstraße 303 wurde um 1886 ursprünglich als Schulhaus erbaut, später baulich angepasst und als Rathaus von Oberrodach genutzt. Im Jahre 1978 wurde schließlich der Markt Marktrodach gegründet und die Verwaltung für die gesamte Gemeinde nach Unterrodach verlegt. Es folgten unterschiedlichste Nutzungen als Bürogebäude, Zahnarztpraxis oder Sonnenstudio. Seit einiger Zeit steht das Gebäude leer und wurde nur noch sporadisch von örtlichen Vereinen und regelmäßig zum Proben des Gesangsvereins Oberrodach genutzt.

Aufgrund des baulichen Zustands mit ausgelagerten Sanitäranlagen und veralteten Hausinstallationen, schadhaften Hölzern im Dachstuhl und einer fehlenden Dämmung wäre eine langfristige Nutzung oder Erhaltung des Gebäudes nicht möglich gewesen. Die Förderoffensive bot hier die einmalige Chance, ein geschichtsträchtiges, denkmalgeschütztes Anwesen in Gemeindehand mit geringstmöglichen Eigenaufwendungen instand zu setzen und einen Mehrwert sowohl für das Ortsbild als auch für die Bevölkerung zu schaffen. Vor allem die Ansiedlung neuer Ärzte schien hier eine sinnvolle Nutzungsmöglichkeit des Gebäudes darzustellen, besonders vor dem Hintergrund, dass die ortsansässigen Allgemeinärzte/-innen in nicht allzu ferner Zukunft dem verdienten Ruhestand entgegensehen. Es gilt also, die gute Infrastruktur in Marktrodach zu erhalten und einer ärztelosen Übergangszeit frühzeitig entgegenzuwirken.

In der Machbarkeitsstudie erarbeitete das Architekturbüro Müller Architekten aus Kronach im Jahr 2018 verschiedene Nutzungsvarianten und ermittelte die geschätzten Sanierungskosten auf 1.2 Millionen Euro. Anfang 2019 beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass das Anwesen künftig als Ärztehaus genutzt werden soll und vergab im Mai 2019 die Planungsarbeiten an das Büro HTS Plan GmbH, mit dem bereits viele Projekte im Gemeindegebiet realisiert werden konnten. Zunächst wurde die nicht ganz einfache Verkehrssituation mit den Nachbarn und den zuständigen Behörden besprochen und eine gemeinsame Lösung für die Ein- und Ausfahrt gefunden.  Danach konnten die Planungen konkretisiert werden, es wurden Abbruch- und Baupläne erstellt und die Kosten für sämtliche Maßnahmen kalkuliert. Die Gesamtkosten für das Projekt wurden mit 1.280.000 Euro angegeben, wovon die Gemeinde aber nur den nicht durch die Förderung gedeckten Anteil zu tragen hat. Am 29. Juni 2020 wurden die detaillierten Unterlagen in der Gemeinderatssitzung vorgestellt und der Beschluss gefasst, den Bau in dieser Weise durchführen zu wollen und einen Zuwendungsantrag für die Förderung durch die FONOB zu stellen. Dies musste bis bereits 3. Juli geschehen, da die Eingabefrist von der Regierung von Oberfranken vorgezogen wurde. Die Verwaltung und das Planungsbüro HTS Plan schaffte dies in vorbildlicher Zusammenarbeit und nun heißt es abwarten, bis die Antragsunterlagen geprüft sind und der Zuwendungsbescheid für die Förderung erteilt wird. Dies wird voraussichtlich gegen Ende dieses Jahrs der Fall sein, woraufhin die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen durchgeführt werden können. Im Februar 2021 kann dann möglicherweise mit den Arbeiten begonnen werden. Die Bauzeit beträgt ca. 12 Monaten.

Ansicht Süden

Ansicht Osten

Ansicht Westen

Ansicht Norden

 

 

 

 

 

 

Die konkrete Planung des Ärztehauses sieht die Einrichtung von zwei grundrissgleichen Praxen mit jeweils rund 140 m² auf den beiden Etagen des alten Rathauses vor. Der Zugang zu diesen soll über ein angebautes Treppenhaus auf der Rückseite des Gebäudes erfolgen. Dieses wird durch eine Rampe und einen Aufzug, der auch für den Liegendtransport geeignet ist, ergänzt, was die Nutzungsmöglichkeiten auf verschiedene Fachärzte erweitert und zudem einen vollkommen barrierefreien Zugang zu den Praxisräumen schafft. Die historische Fassade zur Straßenseite hin bleibt dadurch unverändert erhalten und wird lediglich instandgesetzt, um den typischen Anblick im Ortszentrum zu erhalten. Auch die Fenster des gesamten Gebäudes werden denkmaltypisch erneuert. Außerdem wird hinter dem Gebäude ein Parkplatz mit bis zu 14 Stellplätzen entstehen und die Zu- und Abfahrt wird im Einbahnverkehr um das Haus verlaufen. Eine ansprechende Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern rundet die Gestaltung des Außenbereichs ab.

Lageplan

Im Innenbereich werden die Grundrisse für den Praxisalltag angepasst. Neben einem Empfang werden jeweils einen Personalzimmer mit eigenem Sanitärraum, ein behindertengerechtes Patienten-WC, ein Wartebereich sowie drei Behandlungs-/Sprechzimmer entstehen. Ergänzt wird die Praxis durch ein Büro und einen weiteren Raum, der beispielsweise als Labor oder Lager genutzt werden kann. Durch den Abriss der alten Treppenanlage zwischen Erdgeschoss und dem 1. Stockwerk entstehen auf beiden Etagen zusätzliche Abstellräume. Eine Anpassung der Grundrisse an die speziellen Praxisanforderungen zukünftiger Nutzer oder auch eine Nutzung beider Stockwerke als eine große Praxis ist weiterhin möglich. Das Dachgeschoss sowie die Dacheindeckung und -entwässerung werden erneuert und zum obersten Geschoss hin gedämmt.

Grundriss Erdgeschoss

 

Die gezeigten Bilder sollen die beschriebenen Planungen noch einmal verdeutlichen und eine Vorstellung vom zukünftigen Erscheinungsbild des Anwesens in der Kulmbacher Straße liefern. Sie stammen aus den eingereichten Planungsunterlagen des Büro HTS Plan GmbH.

 


21. Juni 2019
Altes Rathaus in Oberrodach wird saniert

Im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern kann das gemeindliche Anwesen in der Kulmbacher Straße 5 in Oberrodach bald saniert werden und der Markt Marktrodach erhält einen Förderzuschuss in Höhe von 90 % der förderfähigen Kosten. Dank dieser Finanzhilfe kann ein Leerstand revitalisiert werden, damit der Ortskern im Gemeindeteil Oberrodach belebt und gestärkt wird. Dieses Förderprogramm ist für unseren Landkreis ein Segen, denn ohne diesen finanziellen Anreiz wäre eine Sanierung eines derartigen bedeutenden Gebäude für den Markt Marktrodach nur schwer finanzbar gewesen.
Das Förderprogramm wurde im Jahr 2016/2017 aufgelegt und der Markt Marktrodach musste schnell handeln und mögliche Projekte anmelden. Damit wurden Gelder „vorreserviert“. Der Marktgemeinderat und Erster Bürgermeister Norbert Gräbner befassten sich ausführlich mit dieser Thematik. Für den Fördergeber ist es wichtig, dass die Nachhaltigkeit gegeben ist, sodass eine sogenannte Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben musste, die aufzeigen soll, was mit dem Gebäude machbar ist in Verbindung des nötigen örtlichen Bedarfs.
Der Wunsch des Marktgemeinderates wurde dabei auch intensiv geprüft, nämlich der Schaffung eines Ärztehauses bzw. die Schaffung einer oder mehrerer Praxen. Nachdem der Ersteller der Machbarkeitsstudie in Verbindung mit der Regierung von Oberfranken als Fördergeber einen langfristigen Bedarf einer Arztpraxis in Marktrodach sah, entschied sich der Marktgemeinderat einstimmig zu diesem Projekt, nämlich der Schaffung einer bzw. mehrerer Arztpraxen in der Kulmbacher Straße 5 in Oberrodach, was mit 90 % der förderfähigen Kosten gefördert wird. Die geschätzten Kosten liegen bei ca. 1,3 Millionen Euro.
Natürlich gibt es nicht nur ein lachendes, sondern auch ein weinendes Auge, da der Markt Marktrodach einen Raum in diesem leerstehenden Gebäude dem Gesangsverein Oberrodach unentgeltich zur Verfügung gestellt hat und dieser die Räume nun verlassen muss. Dank des großen Weitblicks dieses rührigen Vereins und das aufgezeigte Verständnis für die weitere Zukunft dieses Gebäudes im Herzen Marktrodach konnte der Verein ein paar Hundert Meter weiter neue Räume finden. Auch die Wasserwacht zeigte sich von Beginn verständnisvoll und öffnete sich für Veränderungen.
In der letzten Sitzung des Marktgemeinderat wurde die Ausschreibung eines Planungsbüros vorgelegt und ausgewertet. Beaufgtragt wurde im Anschluss das Planungsbüro HTS Plan GmbH aus Kronach. Mit seinem Geschäftsführer Thomas Kleylein haben wir damit einen Oberrodacher Bürger, der mit großer Sicherheit aus dem historischen Gebäude mit Bedacht eine wunderbare Sanierung vornehmen wird, damit die ärztliche Versorgung auch in Zukunft  gegeben sein wird.
Derzeit laufen die ersten Gespräche zwecks der Schaffung von Zugängen und Zufahrten für das Hintergrundstück, was als Parkplatz dienen soll, bevor eine konkrete Sanierungsplanung erstellt werden kann.

25. Juni 2018
Förderoffensive Nordostbayern – Was steckt dahinter?

Das Gebiet Nordostbayern war in den letzten 2 Jahrzehnten besonders vom wirtschaftlichen Strukturwandel gezeichnet. Die Folgen sind erhebliche Bevölkerungsverluste und zahlreiche Leerstände, wodurch die Attraktivität der Stadt- und Ortskerne spürbar abnimmt.

Im Rahmen der Städtebauförderung und der Dorferneuerung wird daher in den Jahren 2017 bis 2020 die Förderung von Maßnahmen zur Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen in den oberfränkischen Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel i.F. sowie der kreisfreien Stadt Hof auf einen erhöhten Fördersatz von 90% angehoben. Die Aufstockung der Finanzhilfen soll insgesamt zu einer deutlichen Aufwertung der Region führen und die Zuwanderung fördern.

Was wird gefördert?

Anträge sind vorrangig für Objekte möglich,

  • im Besitz der Kommunen,
  • in zentralörtlicher Lage und
  • komplett leer stehend.

Zur Beseitigung der Leerstände sind Sanierungen, Umbauten sowie Abbrüche für Ersatzbauten oder für ortsgerechte Freiflächengestaltung möglich.

Diese Maßnahmen können auch Kommunen außerhalb von laufenden Dorferneuerungsmaßnahmen oder förmlich festgelegten Städtebauförderungsgebieten beantragen.

Die Umsetzung der Förderung erfolgt auf der Grundlage der Städtebauförderrichtlinien und der Dorferneuerungsrichtlinien.

Wo wird gefördert?

Start der Förderoffensive Nordostbayern in Oberfranken.

Welche Projekte in den Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel sowie in der Stadt Hof voraussichtlich wann starten, können Sie den nachfolgenden Projektlisten entnehmen:

Ziel der Förderung

Ziel der Förderoffensive ist die

  • Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen in Nordostbayern zur
  • Verbesserung der Standortbedingungen für Wohnen und Wirtschaft sowie die
  • Aufwertung der gesamten Region.

 

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind die kreisfreie Stadt Hof und alle Kommunen in den Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel i.F. Aus der Oberpfalz ist der Landkreis Tirschenreuth einbezogen.

Förderzeitraum?

Maßnahmen in den Jahren 2017 bis 2020 (Bewilligungszeitraum).
Schlussabrechnung der Maßnahmen bis 2022 (letzte Auszahlung von Fördermitteln).

Was ist förderfähig?

Voraussetzung ist, dass ein schlüssiges Konzept für die geplanten Maßnahmen vorliegt.

  1. Vorbereitende Maßnahmen
    • Planungen,
    • Konzepte,
    • Beratung
  2. Ordnungsmaßnahmen
    • Grunderwerb (Verkehrswertgutachten)
    • Neuordnung (z.B. öffentliche Erschließung)
    • Freilegung und notwendige Maßnahmen (z.B. Abbruch), mit denen die städtebauliche Neuordnung vorbereitet wird.

Der Abbruch von Baudenkmälern ist nicht förderfähig.

  1. Baumaßnahmen
    Revitalisierung innerörtlicher Leerstände durch

    • Modernisierung
    • Instandsetzung
    • Umbau

Neubau ist nicht förderfähig.

  1. Kommunale Förderprogramme
    • soweit sie zur Revitalisierung innerörtlicher Leerstände beitragen
    • 30% Pauschale aus den anrechenbaren Kosten für Private

Der Markt Marktrodach hat drei Projekte angemeldet:

  • Anwesen Hauptstr. 29 in Unterrodach
  • Anwesen Friedhofsstr. 3 in Unterrodach mit Umgriff Schallersgarten
  • Anwesen An der Markgrafenkirche 4 in Seibelsdorf
  • Anwesen Kulmbacher Str. 5 in Oberrodach

Derzeit laufen die Machbarkeitsstudien. Der Marktgemeinderat muss über deren weitere Schritte künftig beraten.

 


12. Mai 2017
Förderoffensive Nordostbayern: Drei Projekte in Marktrodach für 2017 ausgewählt

Der Freistaat Bayern hat für das nordöstliche Oberfranken ein Förderprogramm zur Beseitigung vom Leerständen aufgelegt. Die Förderquote liegt bei 90%. In Marktrodach wurden drei Projekte zur Umsetzung in das Jahr 2017 ausgewählt. Dabei handelt es sich um Machbarkeitsstudien zur Sanierung der gemeindlichen Anwesen Friedhofstraße 3 unter Einbeziehung des Schallersgartens inklusive Scheune, Hauptstraße 29 und des alten Rathauses in Oberrodach. Abhängig von den Ergebnissen der Planer sollen ab dem Jahr 2018 dann konkrete Maßnahmen an den drei Gebäuden umgesetzt werden.

 


3. April 2017
ISEK: Konzept macht Fortschritte

Einen kleinen aber effektiven Kreis von Bürgern konnte Bürgermeister Norbert Gräbner neben den Referenten des Büros transform aus Bamberg zur Bürgerwerkstadt in der Rodachtalhalle begrüßen. Bereits im Sommer letzten Jahres wurde das Büro transform mit der Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) beauftragt. Bei der Auftaktveranstaltung am 22. Juli wurden bereits erste Maßnahmen und Ideen zu verschiedenen Themenfeldern erarbeitet. In Arbeitsgruppen und Expertenrunden befasste man sich dann näher mit den Themen. Auch die Vereine hatten sich zusamengesetzt und ein Positionspapierzur Nutzung des Areals Schallersgarten erstellt. Die Planer haben mittlerweile Ideen, Wünsche und Vorschläge zusammengefasst, inhaltlich geordnet und ergänzt. Die „Lenkungsgruppe“, das sind Bürgermeister Gräbner, Isabell Strehle von der Regierungs von Oberfranken, Fraktionsvorsitzende, Verwaltung und die Planer von transform, steuere den Prozess. Man habe sich immer wieder getroffen, um wichtige Schritte und Vorgehensweisen abzustimmen, so Yvonne Slanz vom Büro transform. Nun sollen diese Ziele und Maßnahmen weiter ergänzt und priorisiert werden.

Das Themenfeld „Städtebau, Freiraum, historisches Erbe“ beleuchtete Stadtplaner Markus Schäfer. Er sprach die alte Bausubstanz, die besondere Flusslage und die vielen Mühlen an. Aber es gebe auch Schwächen. Man habe unter anderem wenig Verständnis für Denkmalpflege. Die Umsetzung vieler Ideen und Projekte würde an der mangelnden Mitwirkungsbereitsschaft der Eigentümer scheitern. Leerstände sollten vermieden und alternative Wohnformen angeboten werden, um junge Leute in den alten Ort zu holen. Auch den Rückbau störender Nebengebäude, die Instandsetzung von Fußwegverbindungen und Wanderwegen entlang der Rodach sprach Schäfer unter anderem an.

Im Bereich „Mobilität, Verkehr, Energie“ ging Yvonne Slanz auf festgestellte Stärken und Schwächen ein. Störend sei die hohe Lärmbelastung und fehlende Querungshilfen an den Bundesstraßen. Die mangelnde ÖPNV-Verbindung abends und an den Wochenenden könnte durch Einsatz des Bürgerbusses verbessert werden. Hier könne das angedachte Mobilitätskonzept des Landkreises Abhilfe schaffen.

Slanz stellte in Bezug auf „Tourismus, Kultur, Freizeit und Naherholung“ fest, dass Marktrodach zwar gute Rad- und Wanderwege habe, die Flößerkultur hochhalte, Sporteinrichtungen vorhalte und  auch diverse Aktivitäten wie Beachparty, Schubkarrenrennen und Biergärten vorhalte, aber als Tourismusort sei Marktrodach kaum wahrzunehmen. Es gebe nur noch wenige Gaststätten und qualifizierte Unterkünfte, auch die Pflege der Traditionen nehme ab und das Museumsangebot stagniere. Um die Tourismuszahlen zu steigern wären Erhalt und Weiterentwicklung von Rad- und Wanderwegen, des Flößermuseums sowie der Sportkultur und mehr Übernachtungsmöglichkeiten nötig.

Eine hohe Standortzufriedenheit der Gewerbetreibenden und eine gute Verkehrsanbindung bescheinigte Yvonne Slanz im Bereich „Lokale Ökonomie“.  Negativ sei die schlechte Nahversorgung in den Ortskernen und es gebe Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu bekommen oder zu halten. Marktrodach sei gut aufgestellt, eine Belebung durch den Einzelhandel in den Ortsmitten sei aber unwahrscheinlich. Hier sei das Ziel die Stärkung der Ökonomie vor Ort, die Erweiterung des Gewerbegebietes und die Stärkung der Kommunikation zwischen Betrieben und Schulen, um die Jugendlichen vor Ort zu binden. Die Nahversorgung könne durch den Ausbau eines Lieferservices und  den Aufbau eines Nachbarschaftsnetzes gesichert werden.

Im Bereich „Bildung, Soziales, Daseinsvorsorge“ fiel Markus Schäfer auf, dass Marktrodach Kinderbetreuung, Grundschule, Ferienprogramm und ein aktives Vereinsleben vorweise,  aber wenig vereinsunabhängige Freizeitangebote für Jugendliche, keine Fachärzte und keine alternativen Wohnangebote für ältere Leute biete. Ziele seien unter anderem die Steigerung von Nachbarschaften, Verbesserung der Situation für Jugendliche, Konzepte für eine Standortprüfung Ärztehaus und Betreutes Wohnen im Alter sowie Generationen übergreifende Treffpunkte.

Abschließend nahm Yvonne Slanz den Punkt „Image, Identität, Alleinstellungsmerkmale“ Marktrodachs unter die Lupe. „Die Ortsteile haben ihre eingenen Identitäten und Traditionen“, stellte sie fest. Ein Miteinander der Ortsteile und Gemeindeverständnis seien kaum ausgeprägt, es gebe kein einheitliches Leitbild. Eine Ausnahme sei die Vernetzung von Vereinen. Das Ziel sei die Entwicklung einer gemeinsamen Identität, die Stärkung der Erinnerungskultur Flößerei Unterrodach sowie thematisch gestaltete Ortstafeln.

Anschließend teilten sich die Bürger in vier Gruppen auf und schrieben zu den jeweiligen Themen ihre Meinung, neue Ideen, Ziele oder Lösungsvorschläge auf. Zum Schluss wurden Punkte für die verschiedenen Bereiche vergeben, für besonders wichtige Maßnahmen Masterpunkte. Herauskristallisiert habe sich, dass man im Großen und Ganzen auf dem richtigen Weg sei. Manches vordringlich Gewünschte wurde schon angegangen und es zeigte sich, dass einiges auch umgesetzt werden kann.

Als sehr wichtig wurden dabei ein Nutzungskonzept für das Areal Schallersgarten, die Sanierung des alten Rathauses Oberrodach und des Hauses Hauptstraße 29 in Unterrodach angesehen. Dringend gewünscht wird ein Ärztehaus, eventuell verbunden mit „Betreutem Wohnen“. Auch der Wunsch nach der Optimierung von einigen fußläufigen Verbindungen kam deutlich zum Ausdruck. In den nächsten Monaten wird sich die Lenkungsgruppe um die einzelnen Themen weiter bemühen und, wenn alles gut läuft, im Herbst einen detaillierten Bericht vorlegen können.bel


14. März 2017
Bürgerwerkstatt war nicht gut besucht: ISEK Marktrodach
Aber Konzept macht FortschritteEinen kleinen aber effektiven Kreis von Bürgern konnte Bürgermeister Norbert Gräbner neben den Referenten des Büros transform aus Bamberg zur Bürgerwerkstadt in der Rodachtalhalle begrüßen. Bereits im Sommer letzten Jahres wurde das Büro transform mit der Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) beauftragt. Bei der Auftaktveranstaltung am 22. Juli wurden bereits erste Maßnahmen und Ideen zu verschiedenen Themenfeldern erarbeitet. In Arbeitsgruppen und Expertenrunden befasste man sich dann näher mit den Themen. Auch die Vereine hatten sich zusammengesetzt und ein Positionspapier zur Nutzung des Areals Schallersgarten erstellt. Die Planer haben mittlerweile Ideen, Wünsche und Vorschläge zusammengefasst, inhaltlich geordnet und ergänzt. Die „Lenkungsgruppe“, das sind Bürgermeister Gräbner, Isabell Strehle von der Regierung von Oberfranken, Fraktionsvorsitzende, Verwaltung und die Planer von transform, steuere den Prozess. Man habe sich immer wieder getroffen, um wichtige Schritte und Vorgehensweisen abzustimmen, so Yvonne Slanz vom Büro transform. Nun sollen diese Ziele und Maßnahmen weiter ergänzt und priorisiert werden.Das Themenfeld „Städtebau, Freiraum, historisches Erbe“ beleuchtete Stadtplaner Markus Schäfer. Er sprach die alte Bausubstanz, die besondere Flusslage und die vielen Mühlen an. Aber es gebe auch Schwächen. Man habe unter anderem wenig Verständnis für Denkmalpflege. Die Umsetzung vieler Ideen und Projekte würde an der mangelnden Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer scheitern. Leerstände sollten vermieden und alternative Wohnformen angeboten werden, um junge Leute in den alten Ort zu holen. Auch den Rückbau störender Nebengebäude, die Instandsetzung von Fußwegverbindungen und Wanderwegen entlang der Rodach sprach Schäfer unter anderem an.Im Bereich „Mobilität, Verkehr, Energie“ ging Yvonne Slanz auf festgestellte Stärken und Schwächen ein. Störend sei die hohe Lärmbelastung und fehlende Querungshilfen an den Bundesstraßen. Die mangelnde ÖPNV-Verbindung abends und an den Wochenenden könnte durch Einsatz des Bürgerbusses verbessert werden. Hier könne das angedachte Mobilitätskonzept des Landkreises Abhilfe schaffen.Slanz stellte in Bezug auf „Tourismus, Kultur, Freizeit und Naherholung“ fest, dass Marktrodach zwar gute Rad- und Wanderwege habe, die Flößerkultur hochhalte, Sporteinrichtungen vorhalte und  auch diverse Aktivitäten wie Beachparty, Schubkarrenrennen und Biergärten vorhalte, aber als Tourismusort sei Marktrodach kaum wahrzunehmen. Es gebe nur noch wenige Gaststätten und qualifizierte Unterkünfte, auch die Pflege der Traditionen nehme ab und das Museumsangebot stagniere. Um die Tourismuszahlen zu steigern wären Erhalt und Weiterentwicklung von Rad- und Wanderwegen, des Flößermuseums sowie der Sportkultur und mehr Übernachtungsmöglichkeiten nötig.Eine hohe Standortzufriedenheit der Gewerbetreibenden und eine gute Verkehrsanbindung bescheinigte Yvonne Slanz im Bereich „Lokale Ökonomie“.  Negativ sei die schlechte Nahversorgung in den Ortskernen und es gebe Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu bekommen oder zu halten. Marktrodach sei gut aufgestellt, eine Belebung durch den Einzelhandel in den Ortsmitten sei aber unwahrscheinlich. Hier sei das Ziel die Stärkung der Ökonomie vor Ort, die Erweiterung des Gewerbegebietes und die Stärkung der Kommunikation zwischen Betrieben und Schulen, um die Jugendlichen vor Ort zu binden. Die Nahversorgung könne durch den Ausbau eines Lieferservices und den Aufbau eines Nachbarschaftsnetzes gesichert werden.Im Bereich „Bildung, Soziales, Daseinsvorsorge“ fiel Markus Schäfer auf, dass Marktrodach Kinderbetreuung, Grundschule, Ferienprogramm und ein aktives Vereinsleben vorweise,  aber wenig vereinsunabhängige Freizeitangebote für Jugendliche, keine Fachärzte und keine alternativen Wohnangebote für ältere Leute biete. Ziele seien unter anderem die Steigerung von Nachbarschaften, Verbesserung der Situation für Jugendliche, Konzepte für eine Standortprüfung Ärztehaus und Betreutes Wohnen im Alter sowie Generationen übergreifende Treffpunkte.

Abschließend nahm Yvonne Slanz den Punkt „Image, Identität, Alleinstellungsmerkmale“ Marktrodachs unter die Lupe. „Die Ortsteile haben ihre eigenen Identitäten und Traditionen“, stellte sie fest. Ein Miteinander der Ortsteile und Gemeindeverständnis seien kaum ausgeprägt, es gebe kein einheitliches Leitbild. Eine Ausnahme sei die Vernetzung von Vereinen. Das Ziel sei die Entwicklung einer gemeinsamen Identität, die Stärkung der Erinnerungskultur Flößerei Unterrodach sowie thematisch gestaltete Ortstafeln.

Anschließend teilten sich die Bürger in vier Gruppen auf und schrieben zu den jeweiligen Themen ihre Meinung, neue Ideen, Ziele oder Lösungsvorschläge auf. Zum Schluss wurden Punkte für die verschiedenen Bereiche vergeben, für besonders wichtige Maßnahmen Masterpunkte. Herauskristallisiert habe sich, dass man im Großen und Ganzen auf dem richtigen Weg sei. Manches vordringlich Gewünschte wurde schon angegangen und es zeigte sich, dass einiges auch umgesetzt werden kann.

Als sehr wichtig wurden dabei ein Nutzungskonzept für das Areal Schallersgarten, die Sanierung des alten Rathauses Oberrodach und des Hauses Hauptstraße 29 in Unterrodach angesehen. Dringend gewünscht wird ein Ärztehaus, eventuell verbunden mit „Betreutem Wohnen“. Auch der Wunsch nach der Optimierung von einigen fußläufigen Verbindungen kam deutlich zum Ausdruck. In den nächsten Monaten wird sich die Lenkungsgruppe um die einzelnen Themen weiter bemühen und, wenn alles gut läuft, im Herbst einen detaillierten Bericht vorlegen können. (bel)

Dorferneuerung Zeyern

1. Einleitung
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
im Ortsteil Zeyern wird ein großer Wunsch im Jahr 2020 Wirklichkeit: Zeyern erhält endlich eine Ortsumgehung und die Zeyerner Bürgerinnen und Bürger erhalten damit ein großes Stück Lebensqualität zurück. Der Ortsteil kann beginnen sich zu erneuern.
Dank der Weitsicht und der guten Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung in Oberfranken, mit Sitz in Bamberg, erhielten wir bereits im Jahr 2018 den Bescheid zur Durchführung einer Dorferneuerung für den Ortsteil Zeyern.
Zusammen mit dem Marktgemeinderat stehe ich zu 100 % hinter diesem Auftrag meiner Zeyerner Bevölkerung:
Den Standort Zeyern noch liebens- und lebenswerter zu machen.
Mit dem Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken haben wir einen starken Partner für einen starken Raum. Packen wir es an.
Herzlichst

Ihr Erster Bürgermeister
Norbert Gräbner

2. Dorferneuerung – Ein Gewinn für Menschen und Gemeinde
Mit der Dorferneuerung und Gemeindeentwicklung verbessert das Amt für ländliche Entwicklung die Standortqualität und die Lebensverhältnisse in den Gemeinden und Dörfern und stärken die ländlichen Räume insgesamt. Dabei setzen sie auf die Aktivierung der Eigenkräfte und die Stärkung der vorhandenen Potentiale. Das bürgerschaftliche Engagement, das Vereins- und Gemeindeleben, der soziale Zusammenhalt sowie die Dorfkultur werden als wesentliche Triebkräfte für eine eigenständige Entwicklung gefördert. Dem Vorrang der Innenentwicklung verpflichtet, werden lebendige und funktional vielfältige Ortszentren erhalten bzw. wieder geschaffen sowie eine flächensparende Siedlungsentwicklung unterstützt.
Dorferneuerungen können im umfassenden Ansatz eines Dorfes oder auch in mehreren Ortsteilen einer Gemeinde durchgeführt werden. Einfache Dorferneuerungen (siehe Ortsteil Großvichtach) beschränken sich in der Regel auf ein Dorf mit geringem Maßnahmenumfang.
In einer Gemeindeentwicklung wird der Handlungsbedarf in allen Dörfern der Gemeinde ermittelt. Auf dieser Grundlage werden die Maßnahmen nach Dringlichkeit sowie den zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde und des Amtes für Ländliche Entwicklung festgelegt.

3. Ein starker Partner für eine starke Marktgemeinde
Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken ist für die Durchführung der Dorferneuerungen und Gemeindeentwicklungen zuständig. Es leistet planerische, finanzielle und organisatorische Hilfe. Bei ihm sind auch entsprechende Anträge zu stellen. Mitarbeiter unseres Amtes leiten und betreuen die Projekte, auch sehr viel vor Ort. Sie stehen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie mit den Gemeinden und den involvierten fachlich befassten anderen Behörden und Institutionen. Insgesamt bearbeitet das Amt in Oberfranken derzeit fast 180 Projekte, die in rund 85 Fällen in Kombination mit einer Flurneuordnung durchgeführt werden. 25 Projekte sind einfache Dorferneuerungen.

4. Auftakt gelungen
Mit einer Informationsveranstaltung im Juni 2019 wurde ausgiebig über das Projekt „Dorferneuerung“ gesprochen und es gab zahlreiche motivierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Lust darauf haben zusammen mit dem Amt für ländliche Entwicklung und der Marktgemeinde Marktrodach, Zeyern fit für die Zukunft zu machen.
Dorferneuerung ist….
…das Ziel die Förderung und Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse durch die Stärkung ländlicher Gemeinden und ihrer Dörfer als zukunftsfähige, attraktive und vitale Lebensräume.

5. Große Unterstützung
Vorraussetzung für eine Förderung von Einzelmaßnahmen ist die Aufstellung einer Ortsentwicklungsplanung mit einem Maßnahmenkonzept und formulierten Zielen der Ortsentwicklung in einer Perspektive von 10 bis 15 Jahren. Für die Ideenfindung zur Entwicklungsplanung wird eine intensive Bürgerbeteiligung durchgeführt. Hierbei steht ein starker Partner zur Seite: Das Planungsbüro Frieder Müller-Maatsch mit seinem Chef Frieder und der engagierten Mitarbeiterin Barbara Göbel. Sie fahren regelmäßig von Burghaslach nach Zeyern und unterstützen die bereits gegründeteten Arbeitskreise.

6. Arbeitskreise gründeten sich
Folgende Arbeitskreise gründeten sich:

Arbeitskreise Dorfmitte
Sprecher: Roland Pompe
Stellvertreter: Georg Wunder
Schriftführer: Katja Wich (geb. Bähr)
Stellvertreter: Ingo Bauhs

Arbeitskreise Zeyernbach, Grün, Grund

Sprecher: Tassilo Haderlein
Stellvertreter: Hubert Bähr
Schriftführer: Theresa Hannig
Stellvertreter: Tanja Bauhs

Arbeitskreis Soziales Leben, Treffpunkte

Sprecher: Theresa Hannig
Stellvertreter: Gisela Eberth
Schriftführer: Martin Hannig
Stellvertreter: Kristina Schnappauf

Arbeitskreis Innenentwicklung

Sprecher: Christiane Odewald
Stellvertreter: Andreas Zapf
Schriftführer: Kerstin Göpfert
Stellvertreter: Martin Hannig

Wir freuen uns alle auf Ihr Kommen.
Dorferneuerung Zeyern – Packen wir es an!