06 Mai Interview mit den BUFDIs Melina Schick und Ida Sünkel
Interview mit den BUFDIs Melina Schick und Ida Sünkel
Im Schuljahr 2025/26 leisten Melina Schick und Ida Sünkel ihren Bundesfreiwilligendienst (BUFDI) an der Grundschule Rodachtal sowie in der gemeindlichen Mittagsbetreuung in Marktrodach. Im Interview berichten sie von ihren Erfahrungen, Aufgaben und persönlichen Entwicklungen.

Was macht den Bundesfreiwilligendienst hier in Marktrodach für euch so besonders?
Melina: Besonders schön ist die familiäre Atmosphäre. Man wird sofort im Kollegium aufgenommen, bekommt sogar ein eigenes Fach im Lehrerzimmer und wird wie eine vollwertige Kraft behandelt – ohne Sonderstatus.
Ida: Ein großer Vorteil ist, dass man alles nutzen darf, was vorhanden ist, und sowohl im Lehrerkollegium als auch in der Mittagsbetreuung als Mitarbeiter geschätzt wird. Außerdem ist es heimatnah und man hat täglich viel mit Kindern zu tun.
Beide betonen zudem, dass sie sich sehr gut verstehen und aus der Zusammenarbeit sogar eine Freundschaft entstanden ist.
Welche Aufgaben stehen täglich an?
Der Alltag gliedert sich in Aufgaben am Vormittag in der Schule und am Nachmittag in der Mittagsbetreuung.
Aufgaben am Vormittag:
- Korrigieren von Arbeiten
- Kopieren für Lehrkräfte
- Begleitung bei Wandertagen
- Förderung von Kleingruppen
- Zuhören beim Vorlesen der Kinder
- Beaufsichtigung von Nachschreibproben
- Unterstützung im Unterricht mit eigener Verantwortung





Am Nachmittag wechseln die beiden in die Mittagsbetreuung, an der aktuell rund 70 Kinder teilnehmen.
Melina betreut gemeinsam mit Kolleginnen die 2. Klasse: Nach dem Mittagessen unterstützt sie die Kinder etwa 45 Minuten bei den Hausaufgaben und motiviert sie, diese vollständig zu erledigen.
Ida betreut ebenfalls gemeinsam mit Kolleginnen die 3. und 4. Klasse: Hier werden etwa eine Stunde Hausaufgaben gemacht, anschließend begleitet sie die Kinder beim freien Spiel, bei Bastelangeboten oder beim Malen.
Gemeinsam bieten sie außerdem Spiele an und donnerstags sogar Tanzen. Je nach Jahreszeit gibt es auch thematische Aktionen, wie aktuell Bastelarbeiten zum Muttertag.


Habt ihr vor, beruflich in diese Richtung zu gehen?
Melina: Ja, das Jahr hat mir gezeigt, dass ich meinen Berufswunsch weiterverfolgen möchte. Ich werde Grundschullehramt studieren.
Ida: Für mich war es eher ein Orientierungsjahr. Ich wusste bereits, dass ich später im Bereich Kosmetik arbeiten möchte. Der BUFDI hilft mir aber, Zeit zur Selbstfindung zu nutzen – und ich kann danach mit 18 Jahren auch mobil sein.
Beide sehen große Vorteile in der persönlichen Entwicklung: Man wird selbstständiger, übernimmt Verantwortung und entwickelt sich weiter. Außerdem sammelt man wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Eltern. Durch den geregelten Acht-Stunden-Tag ist der Bundesfreiwilligendienst zudem eine gute Vorbereitung auf das spätere Berufsleben und bietet mehr Verantwortung als ein klassisches Praktikum.
Was sind eure Hauptgründe, anderen einen Bundesfreiwilligendienst in Marktrodach zu empfehlen?
Melina: Die persönliche Weiterentwicklung – man wird selbstständiger, kommunikativer und offener.
Ida: Man lernt viel über das Verhalten von Kindern und den richtigen Umgang mit ihnen. Das stärkt die eigene Persönlichkeit.
Ihr habt auch regelmäßig Seminare – wie laufen diese ab?
Fünfmal im Schuljahr nehmen die BUFDIs an einwöchigen Seminaren in Bad Staffelstein teil.
Im Einstiegsseminar geht es vor allem um rechtliche Grundlagen. Ein weiteres Seminar legt den Fokus auf Kompetenzen: Dort haben die Teilnehmenden beispielsweise mit Rollstühlen die Stadt erkundet, um Barrierefreiheit selbst zu erleben.
Außerdem entwickeln die BUFDIs eigene Projekte, die sie präsentieren. Vor Ort gibt es auch eine Unterkunft, sodass die Teilnehmenden während der Seminarwoche dort übernachten können.
Fazit:
Der Bundesfreiwilligendienst in Marktrodach bietet nicht nur abwechslungsreiche Aufgaben im Schulalltag, sondern auch wertvolle persönliche Erfahrungen und Orientierung für die berufliche Zukunft.