23 Sep. Feierliche Einweihung und Verkehrsfreigabe der Brücke zur Zigeunermühle in Zeyern – Kronach
Mit einer feierlichen Zeremonie wurde vor einigen Tagen die neu errichtete Brücke über die Rodach zur Zigeunermühle in Zeyern für den Verkehr freigegeben. Die Einweihung wurde von Pfarrer Albert Müller vorgenommen, der der Brücke im Rahmen einer feierlichen Segnung einen guten und sicheren Bestand wünschte.
Das Bauprojekt, das insgesamt 1,112 Millionen Euro kostete, wurde maßgeblich durch die Unterstützung der Regierung von Oberfranken ermöglicht. Etwa 810.000 Euro der Gesamtkosten konnten über eine staatliche Förderung gedeckt werden, was eine Realisierung erst möglich machte. Für die Regierung überbrachte Vizeregierungspräsident Thomas Engel persönlich Grüße und betonte die Bedeutung solcher Infrastrukturprojekte für die Region.
Die alte Brücke aus dem Jahr 1926 hatte erhebliche Schäden aufgewiesen, die die Standsicherheit und Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleisten konnten. Der Ersatzneubau war daher unumgänglich geworden. Die Planung des Neubaus, einer modernen Stahlbetonbrücke, wurde vom Planungsbüro IVS in Kronach, mit seinem Geschäftsführer Markus Albrecht, durchgeführt. Die Arbeiten übernahm die Firma Pfister aus Seßlach. Beiden kann eine hervorragende Baudurchführung, vor allem professionelle und unfallfrei, bescheinigt werden.
In seiner Ansprache bedankte sich Erster Bürgermeister Norbert Gräbner weiterhin ausdrücklich bei der Regierung von Oberfranken für die finanzielle Unterstützung im Rahmen des Bayerischen Finanzausgleichsgesetz sowie Unterstützung im Förderverfahren. Allen Beteiligten dankte Gräbner für die hervorragende Zusammenarbeit.
Auch stellvertretende Landrat Gerhard Wunder dankte den Verantwortlichen und hob die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. „Eine Brückeneinweihung ist ein bedeutender Moment, der nicht nur Orte, sondern auch Menschen miteinander verbindet.
Allgemeine Beschreibung der Leistungen:
Der Markt Marktrodach führte den Ersatzneubau der Brücke über die Rodach zur Zigeunerschneidmühle im OT Zeyern in 10-monatiger Bauzeit durch. Das ehemalig schadhafte Brückenbauwerk aus dem Jahr 1926 wurde abgebrochen, beseitigt und durch eine unterhaltungsfreundliche Rahmenbrücke in Stahlbetonbauweise mit Bohrpfahlgründung ersetzt. Vorausgegangen waren detaillierte Untersuchungen zur Schadensbewertung in Bezug auf Verkehrssicherheit, Dauerhaftigkeit und Standfestigkeit. Die Verkehrssicherheit auf dem Bauwerk war definitiv nicht mehr gegeben. Ein Ersatzneubau an gleicher Stelle musste zur Aufrechterhaltung der Verkehrsbeziehung zwingend durchgeführt werden. Mit dem Ersatzneubau wurden Straßenanschlüsse und hydraulische Verbesserungen im Hochwasserdurchfluss Richtung Zigeunerschneidmühle neu hergestellt. Für den Zeitraum der Bauarbeiten musste unter Strom eine Behelfsbrücke mit Behelfsumfahrt errichtet werden.
Ziel der Planung war es, eine gestalterisch ansprechende und wirtschaftlich günstige Bauwerkskonstruktion zu finden. Das ist mit der gewählten Stahlbeton-Rahmenkonstruktion umgesetzt worden. Der neue Überbau ist etwas schlanker geworden und liegt höher als der alte Überbau. Dadurch ergibt sich ein größerer Durchflussquerschnitt der Rodach. Die unteren Ränder des Überbaus und die seitlichen Ecken der Widerlager wurden abgerundet, um im Hochwasserfall und bei steigenden Wasserspiegeln hydraulisch günstigere Bedingungen zu erhalten. Der Überbau erinnert an die abgerundete Form eines Bootrumpfes.
Das Bauwerk erhielt ein neues Brückengeländer aus senkrechten Füllstäben mit Drahtseil sowie Pfostenverankerungen mit Verbundankern.
Im Zuge des Brückenneubaus konnte eine Verbesserung im Abfluss durch Schaffung eines vergrößerten Freibordes zwischen UK-Überbau und HQ 100-Überschwemmunglinie hergestellt werden. Dies wurde einerseits durch die neue Gesamtkonstruktion als eingespanntes Rahmenbauwerk erreicht und zum anderen durch die maximal mögliche Anhebung der Gradiente auf der Brücke in Bezug auf die seitlichen Straßenanschlüsse an den Bestand. Wasserrechtliche und naturschutzfachliche Belange wurden beim Ersatzneubau berücksichtigt.
Zahlen und Fakten:
- Objektplanung mit Einreichung des Zuwendungsantrages erfolgte bis September 2023
- Ausschreibung der Maßnahme bis August 2024
- Vergabe der Brückenbauarbeiten im September 2024
- Zuwendungsbescheid erhalten im Oktober 2024 mit folgendem Kostenrahmen (nach Ausschreibung): ca. 1,112 Mio. € brutto, gefördert über BayFAG 13c mit ca. 75 % (ca. 810.000 €) der zuwendungsfähigen Kosten.
